Die Ära des Weltraumtourismus beginnt: Branson vor Bezos im All

Die Ära des Weltraumtourismus beginnt: Branson vor Bezos im All

Der britische Milliardär Richard Branson hat am Sonntag mit seinem Raumschiff »VSS Unity« einen etwa vierminütigen Trip in die Schwerelosigkeit des Weltraums unternommen. Der Flug bot ihm einen exklusiven Blick auf die Erdoberfläche. »Es war einfach magisch«, sagte Branson auf der anschließenden Pressekonferenz. Damit übertrumpft der Brite den Amazon-Gründer Jeff Bezos mit seinem für den 20. Juli angekündigten Weltall-Trip. Das von Virgin Galactic, dem 2004 von Branson gegründeten Raumfahrtunternehmen, entwickelte Raumschiff startete mit einer sechsköpfigen Crew um etwa 10:40 Uhr Ortszeit von dem in der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico gelegenen Spaceport America. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 3.700 Stundenkilometern schoss der Raumgleiter auf mehr als 80 Kilometer Höhe ins All. Insgesamt dauerte der Flug etwa eine Stunde.

Ziel von Unternehmer Branson und weiteren Raumfahrt-Enthusiasten, wie Jeff Bezos mit seinem Weltraumunternehmen Blue Origin sowie Tesla-Chef Elon Musk mit seiner SpaceX-Rakete, ist der Einstieg in den Weltraumtourismus. Der sonntägliche Testflug des 70-jährigen Briten stellte daher eine großangelegte PR-Aktion im Wettrennen um den Beginn des kommerziellen Raumfahrtzeitalters dar. Nach der eindrucksvollen Live-Berichterstattung des Weltraumabenteuers kündigte Branson die Auktion zweier Sitzplätze für den ersten touristischen Weltraumflug an. »Wir sind hier, um den Weltraum erreichbarer für alle zu machen«, sagte er nach seinem Weltall-Trip. Schon 2022 will er den Weltraumtourismus praktisch umsetzen. Die Kosten für einen Flug mit dem Raumschiff von Virgin Galactic, inklusive Training und Raumanzug, liegen momentan bei 250.000 US-Dollar.

Bild: IMAGO / ZUMA Wire

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