Luxus-Boom nach Lockdowns: Zahl der Milliardäre steigt

Luxus-Boom nach Lockdowns: Zahl der Milliardäre steigt

Die Zahl der Superreichen steigt: Bis April dieses Jahres kletterte die Zahl der Milliardäre weltweit um sieben Prozent auf 2544, wie es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Schweizer Großbank UBS hieß. Ihre Gesamtvermögen siegen um neun Prozent auf zwölf Billionen Dollar an. Erstmals leistete Europa den größten Beitrag zu dem Wachstum. Treiber sei dabei der Kaufrausch nach der Pandemie gewesen, der die Aktienkurse von Frankreichs Luxusgüter- und Kosmetikunternehmen ansteigen ließ, heißt es in einem Bericht auf der Onlineplattform des »Handelsblatt«. Der Post-Pandemie-Boom sei vor allem Konzernen wie LVMH, Kering, Hermes oder L`Oreal zugutekommen – und damit auch deren Besitzer.

Während im vergangenen Jahrzehnt vor allem Technologie- und Gesundheits-Unternehmer Vermögen vermehrten, profitierten in den vergangenen zwölf Monaten Besitzer von Einzelhandels- und Verbrauchsgüter-Herstellern. Inzwischen gibt es eine Verschiebung, von der Industrielle profitieren dürften. Regierungen in einer Reihe von Ländern förderten die Energiewende und höhere Verteidigungsausgaben, wovon dann wiederum entsprechende Unternehmen profitieren.

Ein weiterer Grund für den Anstieg von Milliardären hat die Studie gezeigt: Die UBS wies daraufhin, dass erstmals seit Beginn der Erhebung Milliardäre mehr Vermögen durch Erbschaft als durch das Führen eines Unternehmens erworben hätten. »Wir erwarten, dass sich dieses Thema in den nächsten 20 Jahren weiter verbreiten wird, da mehr als 1.000 Milliardäre schätzungsweise 5,2 Billionen Dollar an ihre Kinder vererben werden«, wird der bei der UBS für das Geschäft mit Superreichen zuständige Benjamin Cavalli zitiert.

MK

Bild: Depositphotos / AndreaA