Wenn Marta Antonia zu Häkelnadeln und Wolle greift, entstehen die unglaublichsten Outfits. Auf ihrem Instagram-Account beweist sie ihren rund 194.000 Followern, dass ihr Hobby nicht nur für alte Damen gedacht ist, sondern auch genauso gut auf den weltweiten Laufstegen zu finden sein könnte (@martaxantonia). Uns hat Marta im Interview verraten, wie sie ihre eigene Social-Media-Nische gefunden hat und warum man nicht nur einem einzigen Vorbild nacheifern sollte.
Viele junge Leute haben heutzutage den Traumjob »Influencer«. Was war deine Motivation, diesen Berufsweg einzuschlagen?
Ich war schon immer sehr kreativ und daher kam für mich nur in Frage, beruflich auch etwas Kreatives zu machen. Social Media hat mir schon immer viel Spaß gemacht und irgendwann haben sich immer mehr Leute dafür interessiert, was ich mache, und dann hat sich das langsam so ergeben. Ich habe auch immer noch viel nebenbei gemacht, aber als ich dann auch mit dem Häkeln angefangen und das geteilt habe, hat es mir immer mehr Spaß gemacht. Ich habe so eine Nische gefunden, die mich richtig erfüllt und mich dadurch noch mehr darauf konzentriert.
Was hättest du zu Beginn deiner Karriere als Influencerin gerne gewusst? Für welche Tipps wärst du sehr dankbar gewesen?
Ich würde sagen, dass es eine Weile dauern kann, bis man seinen persönlichen Weg findet. Ich habe auch viele Trends mitgemacht und verschiedene Sachen ausprobiert – das war auch alles nicht schlecht, aber so richtig Spaß und auch Erfolg hatte ich erst, als ich das Häkeln in meinen Content eingebracht habe. Ich denke, wenn man wirklich Spaß hat an dem, was man macht, kann es nur funktionieren.
Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte ein Influencer vorweisen können, um erfolgreich zu werden?
Konsistenz. Denn man muss auch, wenn es mal nicht so läuft, wie man es sich vorstellt, stets dranbleiben. Es ist natürlich super, wenn man auch Entertainment bieten kann. Meiner Meinung nach klappt es am besten, wenn man auch einen Mehrwert vermittelt. Ansonsten sind Kreativität und eigene Ideen in den meisten Fällen sehr hilfreich und man muss mit Meinungen umgehen können, auch wenn sie mal nicht mit der eigenen einhergehen.
Inwiefern beeinflussen Influencer die Mode-Branche?
Für mich persönlich total. Allein schon, wie schnell sich Modetrends über Social Media verbreiten. Zum Beispiel gibt es pro Jahr immer eine Jacke, die total viral geht, weil irgendjemand sie entdeckt und gepostet hat und egal wohin man dann geht, man sieht überall Leute mit derselben Jacke. Ich lasse mich auch total gerne von Influencern inspirieren, was meinen persönlichen Style betrifft. Dadurch, dass es ja auch so viele gibt, ist für jeden was dabei.
Influencer sind für viele Menschen gleichzeitig Vorbilder. Lässt du dich auch selbst durch andere Influencer beeinflussen oder hast du deine persönlichen Idole woanders gefunden?
Ja, ich lasse mich definitiv durch andere Influencer beeinflussen und auch inspirieren – davon lebt Social Media auch einfach. Man sollte sich vielleicht nicht ein spezifisches Vorbild nehmen, nach dem man lebt. Ich finde Individualität sehr wichtig und würde daher nicht einer Person in allem nacheifern, aber sich hier und dort inspirieren lassen, finde ich super!
Wie gehst du mit Kritik um?
Ehrlich gesagt, bekomme ich nicht allzu viel Kritik und mein Umgang damit kommt drauf an, wie sinnvoll diese ist. Die Kritik, die ich bekomme, ist meist auch sehr positiv verpackt – mehr wie ein lieb gemeinter Ratschlag – und da gehe ich dann natürlich auch gerne drauf ein! Wenn es jedoch einfach gegenstandslos ist, ignoriere ich es einfach.
Bild: Marta Antonia










