Der deutsche Profifußball spielt wirtschaftlich in einer neuen Liga. In der Saison 2024/25 knackten Bundesliga und 2. Bundesliga erstmals die Marke von sechs Milliarden Euro Gesamtumsatz – ein neuer Rekord. Laut aktuellem Wirtschaftsreport der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH erwirtschafteten die 36 Proficlubs zusammen 6,33 Milliarden Euro, ein Plus von sieben Komma neun Prozent gegenüber der Vorsaison. Allein die 18 Erstligisten steuerten 5,12 Milliarden Euro bei und überschritten damit erstmals die Fünf-Milliarden-Schwelle.
Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählten erneut die Erlöse aus Medienrechten, Ticketverkäufen und kommerziellen Partnerschaften. Das enorme Publikumsinteresse unterstreicht der Blick auf die Ränge: Fast 21 Millionen Tickets wurden verkauft – so viele wie nie zuvor. Auch der Staat profitiert kräftig: Rund 1,7 Milliarden Euro flossen über Steuern und Abgaben in die öffentlichen Kassen und machen deutlich, welche wirtschaftliche Relevanz der Profifußball inzwischen über den Sport hinaus hat.
Bemerkenswert ist zudem die gestiegene finanzielle Stabilität der Clubs. 13 Bundesligisten und 15 Zweitligisten schrieben schwarze Zahlen – eine klare Mehrheit. Alle 18 Erstligaclubs weisen inzwischen ein positives Eigenkapital aus, das zusammengenommen erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro überschritt.
Unterm Strich zeigt sich: Der Profifußball in Deutschland ist wirtschaftlich so stark wie nie. Mehrere Rekorde in einer Saison belegen die anhaltende Attraktivität der Ligen. »Diese Zahlen spiegeln die Stärke und Anziehungskraft unserer Wettbewerbe wider«, hieß es aus dem DFL-Umfeld bei der Vorstellung des Reports in Frankfurt. Trotz Herausforderungen wie steigenden Kosten und internationalem Konkurrenzdruck bleibt die Bilanz ein klares Signal für Wachstum, Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit.
SK
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