Kim teilt auf Social Media nicht nur ihre eigenen Rezepte, sondern auch Einrichtungstipps – sogar ein eigenes Unternehmen für handgemachte Kerzen und Einrichtungsgegenstände hat die Influencerin bereits aufgebaut. Rund 247.000 Instagram- und 84.000 TikTok-Follower sehen ihr mittlerweile dabei zu, wie sie die verschiedensten Snacks und andere DIYs ausprobiert (@kimdanax_). Uns hat Kim im Interview verraten, weshalb Kritik für sie Wachstum bedeutet und warum Social Media nicht nur Spaß und Content, sondern auch Unternehmertum ist.
Viele junge Leute haben heutzutage den Traumjob »Influencer«. Was war deine Motivation, diesen Berufsweg einzuschlagen?
Meine Motivation war anfangs tatsächlich gar nicht der »Traumjob Influencer«, sondern die Freude daran, Inhalte zu teilen und Menschen zu inspirieren. Ich habe gemerkt, wie viel Kreativität in Social Media steckt und wie direkt man mit seiner Community in Austausch treten kann. Dieses unmittelbare Feedback und das Gefühl, Menschen wirklich zu erreichen, haben mich von Anfang an begeistert. Mit der Zeit habe ich erkannt, welches Potenzial hinter dieser Branche steckt. Nicht nur kreativ, sondern auch unternehmerisch. Die Möglichkeit, eine eigene Marke aufzubauen, mit spannenden Partnern zusammenzuarbeiten und dabei trotzdem meinen eigenen Stil beizubehalten, hat mich zusätzlich motiviert. Für mich war es also weniger ein geplanter Karriereweg, sondern eine Entwicklung aus Leidenschaft, die ich Schritt für Schritt professionalisiert habe. Und genau diese Kombination aus Kreativität, Selbstständigkeit und Verantwortung macht den Beruf für mich bis heute so besonders.
Was hättest du zu Beginn deiner Karriere als Influencerin gerne gewusst? Für welche Tipps wärst du sehr dankbar gewesen?
Zu Beginn meiner Karriere hätte ich gerne gewusst, dass Erfolg auf Social Media kein Sprint, sondern ein Marathon ist. Am Anfang vergleicht man sich schnell mit anderen und erwartet schnelle Ergebnisse. Heute weiß ich: Kontinuität, Geduld und eine klare Positionierung sind viel wichtiger als kurzfristige Trends.
Ich wäre sehr dankbar für den Tipp gewesen, früher unternehmerisch zu denken. Influencer-Sein bedeutet nicht nur Content zu produzieren, sondern auch Marke, Strategie und Werte aufzubauen. Wer von Anfang an strukturiert arbeitet und seine Ziele klar definiert, spart sich viele Umwege.
Außerdem hätte ich mir gewünscht, früher zu verstehen, wie wichtig Grenzen sind – sowohl zeitlich als auch mental. Nicht jede Kooperation passt, nicht jede Meinung muss kommentiert werden. Sich selbst treu zu bleiben und bewusst Entscheidungen zu treffen, ist langfristig der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.
Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte ein Influencer vorweisen können, um erfolgreich zu werden?
Erfolg als Influencer basiert für mich auf einer Kombination aus Persönlichkeit und Professionalität. Authentizität ist dabei die wichtigste Eigenschaft. Menschen merken sehr schnell, ob jemand wirklich hinter dem steht, was er zeigt, oder nur Trends hinterherläuft. Genauso wichtig sind Disziplin und Durchhaltevermögen. Social Media wirkt oft leicht und spontan, aber hinter guten Inhalten stecken Planung, Kreativität und viel Arbeit. Kontinuität ist entscheidend, um langfristig Vertrauen aufzubauen. Außerdem braucht man ein gutes Gespür für Trends, Zielgruppen und Kommunikation. Wer erfolgreich sein möchte, sollte nicht nur kreativ sein, sondern auch unternehmerisch denken. Kooperationen, Markenaufbau und Strategie gehören genauso dazu wie schöne Bilder oder Videos.
Und vielleicht am wichtigsten: Man sollte kritikfähig sein und bereit sein, sich ständig weiterzuentwickeln. Die Branche verändert sich schnell. Wer offen bleibt und seinen eigenen Stil trotzdem bewahrt, hat langfristig die besten Chancen auf Erfolg.
Inwiefern beeinflussen Influencer die Food-Branche?
Influencer haben in den letzten Jahren einen spürbaren Einfluss auf die Food-Branche entwickelt. Durch Social Media entstehen Trends heute oft direkt in der Community. Neue Produkte, Food-Kombinationen oder Ernährungsformen verbreiten sich innerhalb kürzester Zeit. Was ich besonders spannend finde: Influencer machen Marken nahbarer. Wir testen Produkte sichtbar im Alltag, teilen ehrliche Erfahrungen und geben unserer Community Orientierung. Dadurch entsteht Vertrauen – und Vertrauen beeinflusst Kaufentscheidungen stärker als klassische Werbung.
Gleichzeitig tragen wir auch Verantwortung. Wir können Themen wie bewusste Ernährung, Nachhaltigkeit oder regionale Produkte stärker in den Fokus rücken und damit Nachfrage mitgestalten.
Ich sehe Influencer daher nicht nur als Trendverstärker, sondern auch als Brücke zwischen Konsumenten und Marken. Wir spiegeln wider, was unsere Community interessiert und geben dieses Feedback indirekt an die Branche zurück.
Influencer sind für viele Menschen gleichzeitig Vorbilder. Lässt du dich auch selbst durch andere Influencer beeinflussen oder hast du deine persönlichen Idole woanders gefunden?
Selbstverständlich lasse ich mich inspirieren. Inspiration ist ein wichtiger Teil von Kreativität. Ich folge einigen Influencern, die mich durch ihre Professionalität, ihren Stil oder ihre Haltung beeindrucken. Gerade der Austausch innerhalb der Branche kann sehr motivierend sein.
Gleichzeitig finde ich meine persönlichen Vorbilder nicht ausschließlich auf Social Media. Mich inspirieren auch Unternehmerinnen, Persönlichkeiten aus der Wirtschaft oder Menschen aus meinem privaten Umfeld, die mit Leidenschaft und Disziplin ihren eigenen Weg gehen. Ich glaube, es ist wichtig, sich Impulse von außen zu holen, ohne sich zu sehr zu vergleichen. Am Ende versuche ich immer, meinen eigenen Stil weiterzuentwickeln und authentisch zu bleiben, denn genau das macht für mich eine echte Vorbildfunktion aus.
Wie gehst du mit Kritik um?
Kritik gehört für mich ganz klar zu meinem Beruf dazu – vor allem, wenn man täglich sichtbar ist und seine Meinung oder seinen Lifestyle teilt. Mit einer Community von über 245.000 Menschen ist es völlig normal, dass nicht jeder alles gut findet. Ich unterscheide sehr bewusst zwischen konstruktiver Kritik und reinen negativen Kommentaren ohne Mehrwert. Konstruktives Feedback finde ich unglaublich wertvoll, weil es mir hilft, mich weiterzuentwickeln – sowohl inhaltlich, als auch persönlich. Dafür bin ich total dankbar.
Unsachliche oder respektlose Kommentare nehme ich mir dagegen nicht mehr zu Herzen. Ich habe gelernt, Dinge nicht persönlich zu nehmen und klare Grenzen zu setzen. Meine Community basiert auf Respekt und das ist mir sehr wichtig.
Am Ende sehe ich Kritik als Teil von Wachstum. Sie erinnert mich daran, authentisch zu bleiben und meinen eigenen Weg weiterzugehen. Und ich denke, dass das mein langfristiger Erfolg ist.
Bild: Kim










