Mit seinem Buch »Coming Home« öffnet Lars Amend ein sehr persönliches Kapitel. Er spricht offen über Themen wie Verlust, Schuldgefühle und den Weg zurück zu sich selbst. Das Buch ist zugleich Reflexion und Verarbeitung und stellt die Frage, was es wirklich bedeutet, »anzukommen«. Im Gespräch wird deutlich: Erfolg zeigt sich nicht nur im Außen, sondern vor allem darin, wie ehrlich wir mit uns selbst sind.
Herr Amend, »Coming Home« ist ein sehr persönliches Buch. Gab es einen Moment, in dem Sie wussten: Dieses Buch muss jetzt geschrieben werden – unabhängig von Markt oder Erwartung?
Das Buch handelt vom Tod meiner Mutter, meinem Umgang mit der Vergangenheit, Schuld, Ohnmacht, Sprachlosigkeit, Loslassen, Neubeginn und den großen Fragen: Wie kann ich vergeben? Wie kann ich mit all den Fragezeichen im Kopf weitermachen? Wie kann ich diese Leere füllen und eine hoffnungsfrohe Zukunft gestalten? Das Buch war im Prinzip eine sehr, sehr lange Therapiestunde. Ich habe es für mich geschrieben, um Antworten zu finden. Doch es hat sich herausgestellt, dass unglaublich viele Menschen damit resoniert haben, weil sie etwas Ähnliches mit ihren Eltern erlebt haben: das große Schweigen! Das Buch wurde auf Anhieb ein Top-10-SPIEGEL-Bestseller.
Sie beschreiben »nach Hause kommen« nicht als Ort, sondern als inneren Zustand. Woran merken Menschen im Alltag, dass sie innerlich noch nicht angekommen sind?
Wenn du permanent Zuspruch und Bestätigung im Außen suchst, wenn du gefallen willst, wenn du Dinge wegen des Applauses tust und nicht, weil es wirklich deine Leidenschaft ist, dann ist das ein klares Zeichen dafür, dass du im Innen noch nicht gefestigt bist. Mein Rat: Mach es aus Liebe, nicht für Liebe.
Das gesamte Interview »»Wenn du nur Applaus suchst, bist du innerlich nicht angekommen«« und weitere spannende Artikel finden Sie in der aktuellen ERFOLG Magazin Ausgabe 02/2026 -> Link










