»Forbes« schätzt, dass Chipotle-Gründer Steve Ells ein Vermögen von einer Milliarde US-Dollar besitzt. Damit gehört er zu den 288 neuen Gesichtern auf der diesjährigen Liste der Milliardäre der Welt. Auch, wenn Ells 2018 aus dem Unternehmen ausgestiegen ist, dürfte der Erfolg von Chipotle – drei Jahrzente nach der Gründung – zu seinem Vermögen maßgeblich beigetragen haben.

Chipotle-Gründer Steve Ells
Die Geschichte von Chipotle Mexican Grill ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine einfache Idee, kombiniert mit visionärem Unternehmertum, die Fast-Food-Branche revolutionieren kann. Steve Ells, Absolvent des »Culinary Institute of America«, startete das Unternehmen 1993 als Experiment: Ells wollte eigentlich ein Fine-Dining-Restaurant eröffnen, fehlende Mittel trieben ihn jedoch dazu, mit einem kleinen Burrito-Laden in Denver, Colorado, zu beginnen. Was als Finanzierungsprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einem Kultphänomen – und legte den Grundstein für die »Fast-Casual«-Kategorie, die Schnelligkeit mit hochwertigen Zutaten verbindet.
Bereits einen Monat nach der Eröffnung verkaufte das erste Restaurant über 1.000 Burritos täglich. Mit Unterstützung von McDonald’s, das zwischen 1998 und 2006 als Investor fungierte, expandierte Chipotle national und ging 2006 an die Börse. Der Aktienkurs verdoppelte sich am ersten Handelstag. Heute ist Chipotle eine der wertvollsten Fast-Food-Marken der Welt. Das Unternehmen setzt weiter auf Wachstum: Bis 2030 sollen 7.000 Standorte erreicht werden.
Steve Ells hat unterdessen unter anderem in Immobilien investiert, was neben seinen Beteiligungen an Chipotle zum Milliardärsstatus geführt haben dürfte. Er hat mehrere Objekte in Manhattan erworben, darunter ein Stadthaus in Greenwich Village für 30 Millionen Dollar, das er acht Monate später mit einem satten Gewinn weiterverkaufte, berichtet »Forbes«.
MK
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