Elton John

Elton John – Erfolg trotz Unfällen

Ein Unfall hielt den “Rocket Man” nicht vom raketenhaften Erfolg ab. 

Reginald Kenneth Dwight – unter diesem Namen kennen viele Menschen Elton John gar nicht, aber so hieß er noch, als seine Karriere ihren Lauf nahm. Bereits im Alter von vier Jahren begann er, das Klavierspielen zu lernen. Als er elf Jahre alt war, erhielt er ein Stipendium der Royal School of Music. Nach sechs Jahre langem Studium brach er es ab und stieg ins Musikgeschäft ein.

1961 wurde er Mitglied der Band Blues­ology, ging mit ihr fünf Jahre auf Tournee und war nebenher als Solokünstler tätig. Zu der Band gehörten Sänger John Baldry und Saxophonist Elton Dean. Sie waren dem Online-Musikportal laut.de zufolge sein Arbeitgeber und Mentor. Darum nannte sich Reginald Kenneth Dwight von nun an Elton John. 1965 trat er aus der Band aus, suchte eine neue, konnte sich bei den Castings jedoch nicht durchsetzen.

In einer Londoner Zeitung entdeckte John 1967 eine Anzeige des Texters Bernie Taupin. Er nahm Kontakt zu Taupin auf und beide begannen zusammenzuarbeiten. 1969 veröffentlichten sie das Album „Empty Sky“. Laut laut.de hat John über Taupin gesagt: „Er ist der Bruder, den ich nie hatte. Der beste Freund, den man sich vorstellen kann.“ Taupin wiederum soll über den exzentrischen Musiker gesagt haben: „Mal ist er wie der Weihnachtsmann, dann der Teufel leibhaftig. Doch der Arbeit und unserer Freundschaft hat es nicht geschadet.“

Am erfolgreichsten war John in den 1970er-Jahren. Im Jahr 1971 brachte er drei Studio-LPs und ein Live-Album heraus. Das fünfte und anmutigste Album „Madman Across The Water“ ist das berühmteste davon. John schaffte es nach den Beatles als erster Künstler, mit vier Liedern zur gleichen Zeit in die amerikanischen Top Ten. 1974 textete er mit John Lennon den Nummer-Eins-Hit „Whatever Gets You Through The Night“. Johns eigene Lieder waren ebenfalls in den Charts gelistet. Vielen Musikfans dürften die Hits „Your Song“, „Rocket Man“, „The Bitch Is Back“, „Bennie And The Jets“, „Candle In The Wind“ und „Crocodile Rock“ aus den Siebzigern bekannt vorkommen. Und der Ohrwurm „Goodbye Yellow Brick Road“ stand zwei Monate lang an der Spitze der US-Charts.

Einen Rückschlag musste der Musiker 1976 hinnehmen. So berichtet das Onlineportal kino.de, dass sich viele Fans von ihm abwendeten, weil er sich als bisexuell outete. Von da an brachte John nicht mehr so viele Alben heraus: nur noch eins pro Jahr. Zudem trat er seltener live auf und gab 1977 bekannt, dass er vorübergehend keine Konzerte mehr plant. Auch mit seinen Berufskollegen Taupin arbeitete er erstmal nicht mehr zusammen. John fand mit Gary Osbourne einen neuen Geschäftspartner. Mit ihm nahm er das Album „A Single Man“ auf, wovon es einige Lieder in die Top-20-Charts schafften. Nach einigen eher schwach verkauften Alben ging John wieder auf Taupin zu und beide feierten mit dem gemeinsamen Album „21 At 33“ ein starkes Comeback. Ab dann ging es wieder aufwärts: Die Hits „Blue Eyes“, „I’m Still Standing“ und „I Guess That’s Why They Call It The Blues“ standen symbolisch dafür. Im Laufe der 1980er-Jahre erreichte John mehrere Gold-Alben.

Elton John Sänger
Sänger elton john tritt während der ersten nacht des sanremo italian song festivals im ariston theater in sanremo auf.

In den 1970er- und 1980er-Jahren war John kokain- und alkoholabhängig. 1988 erkannte er, dass er damit aufhören muss. Bei einer Auktion im Londoner Versteigerungshaus Sothebys kamen viele seiner Bühnenkostüme aus den 70er-Jahren und eine Plattensammlung unter den Hammer. Danach entschloss er sich, an einer Entziehungskur teilzunehmen. 1992 meldete sich der Sänger mit dem Album „The One“ musikalisch eindrucksvoll zurück. Danach gingen John und Taupin einen Vertrag mit dem Musikverlag Warner/Chappell ein, wodurch sie einen Vorschuss in Höhe von 39 Millionen Dollar bekamen. Mit Tim Rice gestaltete John 1994 ein Lied für den Disney-Film „Der König der Löwen“. In den 1990er-Jahren sorgte der heute 72-Jährige mit den erfolgreichen Alben „Made In England“ und „The Big Picture“ für Furore.

Johns größer Erfolg ergab sich nach dem Tod seiner Freundin Prinzessin Diana, die bei einem Verkehrsunfall gestorben war: 1997 sang John bei ihrer Beerdigung eine neue Version seines Hits „Candle In The Wind“, dessen Text Taupin geschrieben hatte. Das Lied verkaufte sich in nur eine Woche mehr als drei Millionen Mal. Es wurde die am meisten verkaufte Single aller Zeiten; überholte in dieser Kategorie sogar Bing Crosbys Weihnachtsklassiker „White Christmas“. Ein weiteres Lied für einen Disney-Film entwickelte John Ende der 1990er-Jahre. Es war der Soundtrack zum Kinofilm „Der Weg nach El Dorado“. Im Jahr 2001 durften sich seine Fans über das Album „Songs From The West Coast“ freuen und 2004 über sein 43. Album: „Peachtree Road“.

In diesem Jahr geht die Musiklegende auf ihre große Abschiedstournee „Farewell Yellow Brick Road 2019“. Zudem erzählt ein Kinofilm seit dem 30. Mai die Lebensgeschichte des Briten. Dadurch und durch die Streamingdienste erreicht er stärker junge Menschen mit seiner Musik. Nach Auskunft von laut.de hat Spotify schon mehr als zwei Milliarden Streams von Johns Liedern registriert und sie in mehr als 39 Millionen Playlists gesichtet. Das Lied „Rocket Man“ avancierte schnell mit etwa 250 Millionen Streams zum beliebtesten Song des Megastars.

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Dominik Flinkert

 

 

 

 

 

Bildquelle: depositphotos.com/palinchak, depositphotos.com/arp, Dominik Flinkert

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