Future of Work: Arbeiten in einer Welt der intelligenten Technologien

Future of Work: Arbeiten in einer Welt der intelligenten Technologien

Die Automatisierung verändert die Gesellschaft in hohem Tempo, macht die Städte effizienter und intelligenter und verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten und leben. Sind die Menschen dazu bestimmt, aus der Arbeitswelt zu verschwinden? Sind wir auf dem Weg in eine arbeitslose Zukunft?

Es gab eine Zeit, als das Wort „Roboter“ oder „künstliche Intelligenz“ uns zu einer automatischen Visualisierung einer Science-Fiction Zukunftslandschaft in unseren Köpfen führte.

Nun, jetzt nicht mehr. Künstliche Intelligenz und Robotik bahnen sich ihren Weg in unser Leben und unsere Jobs, ob wir das wollen oder nicht. Die Frage ist, was kommt als nächstes? Werden wir den Diskurs gegen Maschinen fortsetzen oder stehen wir am Anfang einer neuen Ära der Koexistenz zwischen Mensch und Maschine?

Die Technologie ist nicht nur mächtiger, sondern auch greifbarer geworden, so sehr, dass die Debatte um die Automatisierung am Arbeitsplatz in den letzten Monaten erstaunlicherweise wieder an Bedeutung gewonnen hat. Man schätzt, dass bis 2030 weltweit über 700 Millionen Arbeitsplätze wegfallen werden. Das bedeutet, dass bis zu 35 Prozent der täglich auf der ganzen Welt geleisteten Arbeitsstunden am Ende automatisiert sein werden.

Arbeitsplätze und Arbeit, wie wir sie kennen, sind in Gefahr, die exponentielle Technologiekurve – Schuld daran ist das Mooresche Gesetz – wächst jedes Jahr schneller und laut einer Studie könnten mindestens 47% der Arbeitsplätze von der Automatisierung bedroht sein. Wie weit sind wir von diesen Wellen der Veralterung von Arbeitsplätzen entfernt?

Im Laufe der Geschichte hat das Thema der Arbeitsplatzverlagerung Sorge, Ärger und Chaos entfacht. Das Gefühl gegenüber den technologischen Fortschritten ist nicht neu, das Ergebnis einer Gesellschaft, in der Arbeitsplätze durch Maschinen disruptiert wurden, ruft immer noch Angst hervor, vor allem, weil es schon mehrere Male in der Geschichte passiert ist. Dennoch ist die Arbeit nie ganz verschwunden. Sie hat angedauert.

Wie gestaltet sich die Mensch-Maschine Interaktion in der Zukunft

Das Versprechen eines raschen technischen Fortschritts war im Grunde immer dasselbe: Effiziente Maschinen machen die Arbeit sicherer, ausgeklügelter, erhöhen die Produktivität und verbessern die Wirtschaft. Indem man der Automatisierung all die alltäglichen, sich wiederholenden Aufgaben überlässt, können sich die Menschen auf wartungsintensivere, kompliziertere, kognitiv basierte Aufgaben konzentrieren. Eine Win-Win-Situation für alle? Wird das bedeuten, dass in Zukunft mehr Menschen ohne Arbeit sein werden?

Wirtschaftsexperten weisen darauf hin, dass die kollektive Angst, die Arbeit zu verlieren, unsinnig ist, weil die Arbeitsplätze, die durch technologische Durchbrüche zerstört werden, meistens durch neu gegründete Berufe ersetzt werden, die die Technologien unterstützen. Forscher hingegen argumentieren, dass sich diese neue Welle der Automatisierung anders abspielen könnte und vermuten, dass es dadurch zu einer viel größeren sozialen und wirtschaftlichen Zerrüttung kommen wird, da die Super-Intelligenten-Maschinen kognitive Fähigkeiten haben werden, die aktuell ausschließlich den Menschen vorbehalten sind.

Ähnlich wie Stephen Hawkins es sagte: Der Aufstieg der KI wird entweder das Beste oder das Schlimmste sein, was der Menschheit jemals passieren wird. Wir wissen noch nicht was es sein wird.

Die Mensch-Maschine Teams sind die Zukunft

Cloud Robotics, Deep Learning, Quantencomputer, Biotech werden nur einige der Technologien sein, die das Potential haben, ein hyperexponentielles Wachstum der Fähigkeiten von Maschinen auszulösen.

Dies, zusammen mit einer besseren Verfügbarkeit und Kapazität von Mobilfunk wie z.B. 5G und 6G, der Rechenleistung und der Datenspeicherung, könnte zu einem raschen Kompetenzzuwachs führen, der es den Robotern erlauben würde, mit einer hohen Genauigkeit auf menschlicher Ebene mit Selbstautonomie zu arbeiten. Werden die Menschen in der Lage sein, sich weiterzuentwickeln und mit der Technologie Schritt zu halten, die so weit voraus zu sein scheint?

Revolutionäre transformatorische Entwicklungen haben einen Preis: hohe Anpassungsfähigkeit. Die 4. industrielle Revolution, sie ist auf dem Weg dahin und erfordert eine Neuerfindung des Marktes und der Fähigkeiten der Menschen, sich an die ständigen und fließenden Veränderungen anzupassen. Die Argumentation, dass die Beziehung zwischen Maschinen und Menschen sich auf ihre gegenseitigen Synergien und nicht auf den Wettbewerbsfaktor konzentrieren müssen, sollte hier zutreffend sein.

In dem Moment, in dem die neuen Technologien in den Unternehmen Einzug halten, werden Stellen abgebaut und die Nachfrage nach neuen Berufen wir freigesetzt, zumindest schätzen das führende Wirtschaftsexperten. Aber wie realistisch sind diese Vorhersagen? Haben wir nicht aus der Vergangenheit gelernt, dass, wenn ein Job weg ist, die Chancen gut stehen, dass er nie wieder zurückkommt?

Wenn es um den technologischen Fortschritt geht, wirft die Kombination Mensch gegen Maschine oft eine Menge Fragen auf: Wird die Welt nur durch eine voll automatisierte Gesellschaft aufrechterhalten werden? Und wird sie nur die Jungen und Mutigen begünstigen? Wenn die Zeit gekommen ist, werden nur neue, aufstrebende Talente mit einer schnellen Anpassungsfähigkeit effektiv in neue Jobs übergehen und Millionen von Facharbeitern zurücklassen?

Die Balance von Mensch und Maschine wird immer wichtiger

Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in der Industrie werfen ebenso entscheidende Fragen auf: Wird durch diese neue soziale Umwandlung die derzeitige Organisation umstrukturiert? Muss man mit einem neuen Zeitalter des Techno-Feudalismus rechnen, der von Investoren beherrscht wird?

Was wird mit der Welt, der Gesellschaft, der Politik und dem täglichen Leben geschehen, wenn unbewusste, aber hochintelligente Algorithmen uns besser kennen als wir uns selbst?

Ob Roboter und künstliche Intelligenz in den nächsten Jahrzehnten eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen verdrängen werden, bleibt abzuwarten, aber Vorhersagen über die Zukunft der Arbeit werfen ein irritierendes Licht auf die enormen Auswirkungen, die die Automatisierung auf Beschäftigung, Fähigkeiten und Einkommen haben wird.

Der Schlüssel für die Zukunft wird definitiv die Anpassungsfähigkeit sein. Die Menschen sind Lebewesen, die es gewohnt sind, sich zu verändern und sich in ihrer Umgebung zu bewegen. Wir sind zur Anpassung fähig; mehr als wir denken, dass wir es wirklich sind. Wir haben strategische, angeborene soziale Fähigkeiten, die Roboter nicht besitzen. Seit Anbeginn unserer Existenz ist Arbeit die Essenz und der Höhepunkt unseres Lebens. Es ist unerlässlich, neue wirtschaftliche Ansätze zu diesen Themen zu finden und zu fördern, um mit den kommenden Herausforderungen fertig zu werden, die Maschinen unserer Gesellschaft auferlegen werden. Regierungen, Entscheidungsträger und Unternehmen werden sich Strategien ausdenken müssen, die es den Menschen ermöglichen, der Technologie voraus zu sein, anstatt gegen sie anzutreten.

 

 

 

 

 

 

 

Über den Autor:

Mathias Diwo ist Futurist, Autor und Speaker. Er begleitet und berät seit über 20 Jahren mittelständische und Großunternehmen und führt sie durch den Technologiewandel in die Zukunft. Als Experte für Zukunft und Innovationsentwicklung, ist es sein Ziel unser Verständnis von der Zukunft zu erweitern sowie Menschen, Führungskräfte und Unternehmenslenker für die positiven Entwicklungen der Zukunft zu inspirieren. Seinen neuen Report zur „Zukunft der Arbeit“ kannst du dir hier herunterladen: https://mathiasdiwo.com/fow

 

 

Bild: Depositphotos.com/val_th