Tipps für Gründer: Auf die eigenen Stärken konzentrieren dank Outsourcing

Die Existenzgründung erfolgt meist auf Basis einer zündenden Geschäftsidee. Doch kaum ist der Businessplan erstellt und die Finanzierung gesichert, kommt für viele Selbständige der kritische Punkt: Statt sich ganz auf den Verkauf des eigenen Produktes konzentrieren zu können, verheddern sie sich im Klein-Klein des Büroalltags. Das muss nicht sein!

 

Die eigenen Stärken erkennen und handeln

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Der eine ist ein begnadeter Programmierer, der schlanke, effektive Software und Apps schreibt, der andere ist ein brillanter Verkäufer, der die sprichwörtlichen Kühlschränke am Nordpol verkaufen kann. Doch niemand ist ein Allrounder, der alles beherrscht. Damit die Selbständigkeit zum Erfolg werden kann, ist es daher wichtig, die eigenen Stärken zu erkennen und sich auf diese zu konzentrieren. Für alles andere lassen sich Mitarbeiter finden oder externe Dienstleister.

Wann ist Outsourcing sinnvoll?

Am beliebtesten ist das Outsourcing der Buchhaltung, denn hier genügen nur wenige Stunden pro Monat, um Belege zu ordnen, Rechnungen zu zahlen und darauf zu achten, dass die Zahlen stimmen. Das Outsourcing der Buchhaltung an Experten lohnt sich für fast jeden Selbständigen und Kleinunternehmer, da es sich um eine für Laien zeitraubende Arbeit voller Fallstricke handelt. Immerhin musste der Bundesgerichtshof zugeben, dass selbst professionelle Finanzbeamte vom komplizierten deutschen Steuerrecht überfordert sind. Die Zeit, die ein Existenzgründer mit der Buchhaltung verbringen muss, ließe sich besser für seine Stärken nutzen, zum Beispiel den Verkauf oder die Verbesserung des Produktes.

Auch im Marketing ist Outsourcing oft von Vorteil, zum Beispiel wenn es darum geht, einmal im Jahr neue Flyer, Poster und Broschüren zu entwickeln oder eine Werbekampagne für ein neues Produkt zu lancieren. Die PR-Experten kümmern sich dann auch um Anfragen, während sich der Existenzgründer weiterhin auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann.

Wann sich feste Mitarbeiter lohnen

Mitarbeiter in Teil- oder Vollzeit einstellen, ist immer dann sinnvoll, wenn die Arbeitskraft täglich zur Verfügung stehen muss. Der IT-Experte und Programmierer, der seine Software bekannt machen will, sollte sich ein Verkaufstalent ins Boot holen, das tagtäglich Anfragen beantwortet und ihn bei Kundenbesuchen vertritt. Eine solche Aufgabe lässt sich nicht einige Stunden pro Woche nebenbei von einem externen Dienstleister erledigen. Umgekehrt sollte sich ein begnadeter Verkäufer und Redner mit einer zweiten Person zusammentun, der die tägliche Büroarbeit im Hintergrund erledigt, die IT-Systeme und die Website betreut und ihm so den Rücken freihält.

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