Pascal Feyh am Schreibtisch

Erfolgsroutinen: Pascal Feyh verrät seine

Erfolg entsteht selten zufällig. Hinter außergewöhnlichen Karrieren, wachsenden Unternehmen und unternehmerischen Durchbrüchen stehen oft klare Strukturen, bewusste Entscheidungen und wiederkehrende Routinen. Genau diesen Gewohnheiten widmet sich unsere neue Serie »Erfolgsroutinen«.

Erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer geben einen Einblick in ihre persönlichen Erfolgsroutinen – von ihrem Start in den Tag über produktive Arbeitsweisen bis hin zu mentalen Strategien, die sie im Alltag begleiten. Wir wollen wissen: Was funktioniert wirklich im unternehmerischen Alltag – und warum?

Im folgenden Interview teilt Pascal Feyh, eCommerce-Unternehmer und Experte für Kundengewinnung, seine Erfahrungen und Routinen, die ihn auf seinem Weg begleiten.

Handy direkt nach dem Aufwachen: ja oder nein?

 Nach dem Aufwachen gucke ich auf keinen Fall aufs Handy! Ich mache das nicht. Früher habe ich das gemacht, aber ich habe mir schon seit ein paar Jahren angewöhnt, es nicht mehr zu tun. Ich stehe um vier Uhr fünfzig auf. Dann mache ich mich kurz fertig – meine Sachen fürs Gym liegen schon bereit. Da trainiere ich ungefähr anderthalb Stunden und erst danach schaue ich zum ersten Mal aufs Handy, weil ich glaube, dass wir ansonsten Gefahr laufen, diese negative Energie – wenn Informationen kommen, die uns aufwühlen – mit in den Tag zu nehmen. Es ist so wertvoll, sich die ersten ein, zwei Stunden des Tages von diesem Rauschen fernzuhalten und zu befreien, damit du diese Reinlichkeit, dieses Positive mit in den Tag nimmst.

Disziplin oder Motivation – was gewinnt bei Ihnen?

Bei mir gewinnt Disziplin! Ich glaube, Motivation ist ein Irrglaube. Gerade in der Unternehmerszene wird Motivation aus meiner Sicht ganz oft falsch verstanden. Ich denke, Motivation ist ein Ergebnis. Motivation kommt durchs Tun. Aber um ins Tun zu kommen, brauchen wir ganz viel Disziplin. Die ist aus meiner Sicht wie ein Muskel; den kannst du trainieren und der wird immer größer. Disziplin ist eine aktive Tätigkeit – eine, für die wir uns entscheiden. Es gibt viel zu viele Menschen, die sagen: »Ich bin halt nicht diszipliniert, da kann ich auch nichts für.« Das halte ich für nicht zutreffend. Ich glaube, Disziplin ist etwas, das du trainieren kannst – insbesondere, wenn du dem Ganzen eine Bedeutung gibst. Aus meiner Sicht ist diese einfach die höchste Form der Selbstliebe! Du hast dir ja irgendwann mal versprochen, gewisse Ziele zu erreichen. Und Disziplin ist das, was wir brauchen, um dem kleinen Kind von damals zu versprechen, alles zu tun, um diese Ziele zu erreichen – um diese Träume wahr werden zu lassen.

Welche Gewohnheit haben Sie von einer sehr erfolgreichen Person übernommen?

Da gibt’s viele! Ich glaube, anknüpfend an die Disziplinfrage, kann ich sagen, dass ich morgens früh erst mal gegen mich selbst gewinne, um mich zu disziplinieren. Das passiert durch Sport. Ich habe diese Routine von einer sehr erfolgreichen Personen übernommen, nämlich von den Mentoren, die ich um mich habe. Das ist ganz spannend für mich zu sehen. Im Unternehmertum gibt es ganz viele Parallelen zum Sport, wie ich finde. Den eigenen Schweinehund zu überwinden, Dinge zu tun, zu denen man vielleicht auch mal gerade keine Lust hat, das ist ja auch im Unternehmertum ein ganz wesentlicher Bestandteil. Deswegen ist das Disziplinieren auf jeden Fall eine der Gewohnheiten, die ich von meinem Mentor übernommen habe und die ich seit vielen Jahren in meinem Leben kultiviert habe. Wer sagt: »Mittlerweile ist es leicht für mich, morgens früh um fünf aufzustehen«, der lügt ganz einfach. Ich finde, so ehrlich darf man sein.

Eine weitere Angewohnheit, die ich auch von einer sehr erfolgreichen Person übernommen habe, ist die Frage: »Hey, was ist der Segen daran?« Ich meine damit: Auch wenn negative Dinge passieren, sollte man sich immer fragen: »Welchen Segen hat das?« Das ist nicht immer leicht, gerade im Privatleben, aber meistens gibt es an allem etwas, was einen Segen darstellen kann. Ohne Licht kein Schatten – und andersherum! Ich glaube, die Art, wie wir denken, speist sich aus Gewohnheit. Und wie wir denken, so fühlen wir uns. Wie wir fühlen, so handeln wir. Und so wie wir handeln, liefern wir Ergebnisse.

Was ist Ihre ungesündeste Angewohnheit?

Ich glaube, meine ungesündeste Angewohnheit ist, am Wochenende, maßlos Kuchen zu essen. Ich esse unter der Woche so gut wie nie Süßigkeiten. Ich ernähre mich ganz brauchbar. Aber mein Kryptonit ist Kuchen. Da könnte man ja sagen: »Ab und an mal ein Stück Kuchen, das ist ja nicht schlimm!«.Das ist bei mir ein bisschen anders. Ich bin relativ groß und wenn ich Kuchen kriege, dann esse ich auch vier, fünf, sechs Stücke ohne Probleme. Und das nicht nur manchmal am Wochenende, sondern jedes Wochenende! Das ist wahrscheinlich die ungesündeste Angewohnheit, die ich habe.

Pascal Feyh am Schreibtisch

Über unseren Gesprächspartner: 

Pascal Feyh ist als eCommerce-Unternehmer und Gründer mehrerer Unternehmen, etwa der Mehr Geschäft Business Coaching GmbH, bekannt.

Darüber hinaus ist der Experte für Kundengewinnung und Umsatzsteigerung über das Internet als Content Speaker gefragt.

Beitragsbild: privat