Für Shakira endet ein jahrelanger Steuerstreit in Spanien mit einem juristischen Erfolg. Die kolumbianische Sängerin wurde vom Vorwurf des Steuerbetrugs freigesprochen. Die spanische Justiz hob ein früheres Urteil auf und entschied, dass die Steuerbehörde mehr als 55 Millionen Euro an die Musikerin zurückzahlen muss.
Im Zentrum des Verfahrens stand die Frage, ob Shakira im Jahr 2011 in Spanien steuerpflichtig war. Dafür wäre maßgeblich gewesen, ob sie sich mehr als 183 Tage im Land aufgehalten hatte. Nach den vorliegenden Berichten konnte die Steuerbehörde dies nicht nachweisen. Damit entfiel der zentrale Vorwurf, die Sängerin habe für diesen Zeitraum Steuern in Spanien hinterzogen.
Ein Streit mit hoher persönlicher Belastung
Der Fall hatte Shakira über Jahre begleitet und ihr öffentliches Bild erheblich belastet. Nach dem Freispruch sprach sie von jahrelangen Anfeindungen und einer Kampagne gegen ihren Ruf. Die Affäre habe auch ihre Gesundheit und ihre Familie beeinträchtigt, erklärte sie nach dem Urteil. Für die Sängerin ist der Freispruch deshalb mehr als ein finanzieller Erfolg. Er beendet einen Streit, der nicht nur vor Gericht, sondern auch in der Öffentlichkeit ausgetragen wurde. Gerade prominente Steuerverfahren wirken oft lange nach, selbst wenn sich Vorwürfe später nicht bestätigen lassen.
Spanien muss dafür bezahlen
Besonders bemerkenswert ist die Höhe der Rückzahlung. Das spanische Finanzamt muss Shakira mehr als 55 Millionen Euro erstatten. In anderen Berichten ist von rund 60 Millionen Euro die Rede, wenn Steuern, Bußgelder und Zinsen zusammengerechnet werden. Entscheidend bleibt: Die Justiz stellte sich in diesem Verfahren auf die Seite der Sängerin. Der Fall zeigt zugleich, wie hart Steuerstreitigkeiten um internationale Künstler geführt werden können. Bei global arbeitenden Stars geht es häufig um Wohnsitzfragen, Aufenthaltsdauer, Einkünfte aus verschiedenen Ländern und komplexe steuerliche Zuständigkeiten. Im Fall Shakira wurde genau diese Frage zum Kern des jahrelangen Konflikts.
Karriere bekommt neuen Rückenwind
Während der Steuerstreit nun zu ihren Gunsten entschieden wurde, läuft es auch beruflich wieder stark für Shakira. Die Sängerin hat mit »Dai Dai« den offiziellen Song zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vorgestellt. Der Titel entstand gemeinsam mit dem nigerianischen Künstler Burna Boy und knüpft an ihre lange Verbindung mit dem Fußball an. Für Shakira ist das ein besonderer Meilenstein. Schon 2010 prägte sie mit »Waka Waka« den Sound der Weltmeisterschaft in Südafrika. Auch bei früheren Turnieren war sie musikalisch eng mit der WM verbunden. Mit »Dai Dai« kehrt sie nun erneut auf eine der größten globalen Musik- und Sportbühnen zurück.
Ein doppelter Wendepunkt
Der Zeitpunkt könnte für Shakira kaum symbolischer sein. Nach Jahren privater, juristischer und öffentlicher Belastungen steht sie nun gleichzeitig mit einem juristischen Sieg und einem weltweiten Musikprojekt im Fokus. Der Freispruch nimmt ihr einen schweren Vorwurf von den Schultern. Der WM-Song rückt dagegen wieder ihre eigentliche Stärke in den Mittelpunkt: internationale Popkultur mit globaler Reichweite.
Damit dreht sich die Erzählung um Shakira spürbar. Statt Steuerstreit, Trennung und Negativschlagzeilen steht nun wieder eine Künstlerin im Mittelpunkt, die seit Jahrzehnten weltweit präsent ist und offenbar erneut einen großen Karriere-Moment erreicht.
SK
Bildbeitrag: IMAGO / imageSPACE

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