Ich komme aus einer extrem erfolgreichen Familie. Mein Urgroßvater war Unternehmer, er sprach 16 Sprachen und erschuf Skulpturen, die im Vatikan stehen, mein Großvater ein berühmter Ingenieur, der am Massachusetts Institute of Technology unterrichtet hat, mein Vater ist Weltklasse-Regisseur am Theater – ganz krasse Over-Achiever. Ich war ganz lange der Überzeugung, ich sei das schwarze Schaf, deshalb wollte ich unbedingt erfolgreich sein und mich da einreihen. Aber je mehr ich mich bemüht habe, desto weniger hat das geklappt. Ich kam natürlich voran und war gut unterwegs, aber nicht im Vergleich mit den Menschen, denen ich gerecht werden wollte. Ich dachte, ich müsste wie ein Tschechow mit 17 ein Weltklasse-Theaterstück geschrieben haben. Das ist natürlich illusorisch.
Insofern ich habe eine ziemliche Odyssee hinter mir und ich würde sagen, Erfolg ist für mich sehr vielschichtig. Ich habe das Wort lange für mich abgelehnt und mit »Spaß« oder »Mission« ersetzt. Das war mit Anfang 30 der größte Wendepunkt in meinem Leben, weil für mich als Schauspieler und Coach der andere Mensch wichtiger wurde als ich selbst.