Sicherlich nicht! Kart ist ja so weit weg von allem; das war für mich damals gar nicht realistisch. Es war eine schöne Zeit, die einfach Spaß gemacht hat. Wir haben nur gehofft, genug Geld und Sponsoren zu finden, um im nächsten Jahr weitermachen zu können. An etwas anderes habe ich damals noch nicht gedacht.
Es ist mehr daraus geworden, als ich mir hätte vorstellen können – gerade, wenn man bedenkt, wie wir aufgewachsen sind. Meine Mutter hatte zwei Jobs und arbeitete nebenbei in der Metzgerei, mein Vater ebenso. Urlaub war gar nicht möglich. Und dass es dann gleich zwei von uns aus dem »Loch«, also aus der Kartbahn in der ehemaligen Kiesgrube in Kerpen, herausschaffen, damit habe ich nicht gerechnet – in meinem Fall war das natürlich auch ein bisschen bedingt durch den Erfolg meines Bruders.
Bin ich zufrieden? Nein, weil ich mir natürlich gewünscht hätte, in der Zeit noch mehr zu erreichen. Wenn man seine eigene Situation reflektiert, fallen einem immer Dinge ein, die man hätte besser machen können. Aber wir haben einen tollen Sohn, der gerade geheiratet hat. Also kann ich mich nicht beklagen.
Beitragsbild: Marc Conzelmann