Die guten Vorsätze 1

Die guten Vorsätze: Ein Schritt nach dem anderen

Was ist aus deinen Vorsätzen für 2023 geworden? Arbeitest du noch daran oder schwächelst du schon? Wie du es schaffst, dass deine Vorsätze in vier Wochen zu Erfolgen werden, erkläre ich dir in drei Artikeln – dies ist der Erste.

Die Silvesterraketen sind verblasst und das Raclette-Set wieder im Keller. Aber eines ist dir aus dieser Nacht noch geblieben: Deine guten Vorsätze für dieses Jahr. »Weniger Smartphone, mehr Sport, gesündere Ernährung, finanziell besser dastehen« – wir alle kennen diese Formulierungen. Aber wieso scheitern so viele von uns an der Umsetzung?

Die gute Nachricht zuerst: Wenn du bereits einmal gescheitert bist, so bist du nicht alleine, sondern in bester Gesellschaft. Nach einem Monat werfen bereits 39 Prozent der Deutschen ihre Vorsätze über Board. Vier Wochen später sind es stolze 66 Prozent. Was ist also hier der Fehler im System? Wieso scheitern so viele Millionen von uns Jahr für Jahr? Warum hast du schon dazu gehört?

Veränderung? Ja, gerne! Aber bitte nicht heute.

Im Coaching begegnet mir eines immer wieder: In den Wintermonaten beginnt die Reflektion meiner Klienten über das Jahr. Was habe ich erreicht? Was möchte ich verändern? Wie erhalte ich endlich den Wohlstand, den ich mir ersehne? Mit diesen Fragen beschäftigen sich viele. Sie merken, dass sie in einigen Lebensbereichen nicht glücklich sind und möchten daher etwas verändern.

Ein Vorsatz steht für Veränderung und Veränderung ist für viele das Durchbrechen von alten Mustern. Aber sind wir mal offen und ehrlich, wer etabliert schon gerne neue Gewohnheiten, wenn dafür die geliebte Routine aufgegeben werden muss? Planung ist angenehm, leicht und liefert auch direkt ein Erfolgserlebnis. Ohne Verzicht kannst du von der Couch aus entscheiden, dass du künftig mehr Sport machst; ab dem nächsten Jahr, denn am 1. Januar bist du ein völlig neuer Mensch. Sportlich, gesund und erfolgreich. Voller Energie und Leichtigkeit. Im Kopf hast du quasi schon die ersten 10.000 Euro auf dein Depot eingezahlt. Soweit zur Wunschvorstellung.

Auf der Mindset-Ebene ist nun folgendes passiert: Der Wunsch und der Drang zur Veränderung ist da. Die Komfortzone jedoch hindert uns daran, diesen (sofort) umzusetzen. Also schieben wir ihn in die Zukunft, denn dann ist es ein »Problem« von morgen.

Der Grund macht den Unterschied

Die meisten meiner Klienten hatten Vorsätze aus den falschen Gründen. Wenn du intrinsisch nicht motiviert bist, deine Ausgaben zu senken, um mehr zu investieren, dann wirst du auch nichts dafür tun. Im Kopf wirst du immer einen Konflikt haben. Wenn du nicht für die Sache brennst, dann willst du es auch nicht wirklich umsetzen.

Stell dir mal vor, du visionierst einen Kontostand in deinem Portfolio (das kannst du auch jetzt während des Lesens tun). Stell dir vor, wie dich dieses Geld dabei unterstützt, deine Wünsche endlich Realität werden zu lassen – wenn dieser Wohlstand endlich eingetreten ist. Welches Gefühl, welche Zufriedenheit und welches Glück würde das in dir auslösen? Hast du gemerkt, was sich nun verändert hat? Hattest du vielleicht ein Grinsen im Gesicht?

Aus Vorsätzen werden Ziele

Vorsätze sind per Definition schon Dinge, die wir uns vornehmen. Lies diesen Satz noch einmal. Wenn wir davon sprechen, Dinge zu erreichen, dann sprechen wir von Zielen. Ziele haben einen großen Unterschied, denn sie lassen sich in einen Plan fassen. Ein Plan lässt sich in Schritte unterteilen und ist somit greifbar und umsetzbar. Du merkst, es ist einfach – du musst es nur tun. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass du mit kleinen Schritten nicht nur das Ziel viel besser greifen kannst, sondern durch die regelmäßige Arbeit daran entwickelst du auch eine Routine in deinem Alltag, ganz ohne großen Aufwand.

Die Schritte, die dein Feuer entfachen lassen

Mache aus deinem Vorsatz ein konkretes, messbares Ziel. Nutze dafür gerne die SMART-Formel (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert). Zum Beispiel: Aus »ab 2023 stehe ich finanziell besser da«, machst du: »Bis Dezember 2023 habe ich jeden Monat zusätzlich Betrag-X auf mein Depot-Konto eingezahlt.«

Sorge für Klarheit. Halte dein Ziel fest vor Augen und zerlege den dafür notwendigen Plan in kleine und machbare Schritte. Dann gehst du los und machst einen Schritt nach dem anderen. Du bleibst nicht stehen. Du gehst weiter. So lernst du ganz nebenbei die Macht der kleinen Schritte kennen. Und mit diesem Change wirst du es schaffen, das verspreche ich dir.

Caro SchrammDie Autorin: Caro Schramm ist ERFOLG Magazin Top Expertin für Wohlstand. Als Coach hilft sie Fach- & Führungskräften auf ihrem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit.

Bilder: Depositphotos / VitalikRadko, Frank Freudenthaler

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