Was bedeutet das und aus welchem Grund ist das Thema »Kommunikation« so essenziell wichtig? Was wird dadurch vermieden und was wird erreicht?
Jeder Mensch ist auf seine individuelle Weise geprägt durch Erziehung, Umfeld, Erfahrungen, Ausbildung und durch andere »Filter« wie Generalisierung, Tilgung und Verzerrung der Wahrnehmung. Das hat auch eine Auswirkung auf die verwendete Sprache und das Verstehen des Gesprochenen.
Unklare Aussagen und vernachlässigte Feedback-Schleifen sorgen für unnötig viele Interpretationsmöglichkeiten und mangelhafte Verbindlichkeit, aus denen Jahr für Jahr ein immenser wirtschaftlicher Schaden durch Unklarheit und Missverständnisse entsteht. Dies führt zu Blockaden in der Kommunikation, mangelhafter Qualität von Meetings sowie schlechten geführten Führungs-, Verkaufs- oder Mitarbeitergesprächen, bei denen die Bedürfnis- und Lösungsklärung und vieles mehr unzureichend ist. So entsteht Wildwuchs im Unternehmen, vor allem durch »Flurfunk« und »Gerüchteküche«, der den an der Unternehmenskommunikation Beteiligten die Aufmerksamkeit für das Wesentliche entzieht.
Die so entstandenen Missverständnisse in der Kommunikation führen zu Stress, Frust und Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern. Die Folgen sind unproduktive Arbeit und viele Fehlzeiten. Dies kostet die deutsche Wirtschaft laut der empirischen Studie »Wettbewerbsfaktor Mensch« von Wiebke Köhler und Prof. Dr. Ingo Hamm aus Juni 2019 (Quelle: PREDICTA/ME) rund 270 Milliarden Euro jährlich.
Es entstehen Konflikte und Demotivationen. Auch werden Zeit und Geld »verbrannt«, Unzufriedenheit und Frustration sind die Folge. Im schlimmsten Fall bleibt unter anderem der Umsatz auf der Strecke, sind Verhandlungen wirkungslos, müssen Projekte rückabgewickelt werden, wandern gute Mitarbeiter und Kunden ab. Es geht aber auch wesentlich besser, als es bislang in den Unternehmen branchenübergreifend stattfindet, was Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat. Denn mit professioneller Kommunikation entsteht ein wesentlicher Mehrwert.
Der Einsatz professioneller Kommunikation ist riesig und der Nutzen sichtbar hoch. Ein erster wesentlicher Schritt hin zur gewünschten Entwicklung und zur Vermeidung der genannten negativen Auswirkungen ist das Übernehmen von Eigenverantwortung und das Trainieren funktionierender rhetorischer Mittel. Es reicht einfach nicht zu sagen »das kenne ich schon«, denn der Unterschied zwischen »kennen« und »wirksam einsetzen können« ist dramatisch hoch. Viele Menschen reflektieren ihre Gespräche nicht und lassen sich dadurch das Lernen und die Weiterentwicklung durch Feedback entgehen. Erfolgreiche Menschen nutzen diese Strategien, Methoden und Herangehensweisen bereits und das Gute ist, dass sie erlernbar sind.
Beitragsbild: Depositphotos / pressmaster, Dominik Pfau