Nun, normalerweise nennen sie mir ihren Namen und begrüßen mich.
Ganz im Gegenteil, gewöhnlich kommen sogar sehr viele Leute, um mir zuzuhören. Und das praktisch jeden Abend. Ich bin kein Mensch, der Angst verbreitet.
Wir Menschen sind nicht so durchschaubar – wir sind einfach nur sehr kommunikative Wesen. Ich habe den Eindruck, sehr viele von uns haben das inzwischen verlernt. Die meisten starren lieber in ihr Smartphone als sich für ihre Mitmenschen zu interessieren.
Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Das bedeutet, wenn wir uns plötzlich auf unsere Ticks und Körperbewegungen konzentrieren, wirken wir erst richtig seltsam. Körpersprache ist unbewusst und das sollte sie auch bleiben. Der Schlüssel zu einem entspannten Auftritt liegt in Ihren Gedanken. Wenn Sie die unter Kontrolle haben, folgt der Körper ganz automatisch.
Auf die richtige Reihenfolge. Am Anfang steht immer ein Gedanke, dann, als zweites, setzt die Körpersprache ein und als drittes erst spricht der Mund. Ich nenne das den ‚Körperleser-Dreisatz’. Den machen wir automatisch richtig wenn wir nicht darüber nachdenken. Erst sobald wir über unsere Körpersprache nachdenken, fangen wir an, komisch zu wirken. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Wenn sich jemand wirklich freut, sie zu sehen, dann wird er zuerst den Gedanken haben: „Schön, diesen Menschen zu sehen.“ Als zweites setzt ein Lächeln ein und dann – als drittes erst – wird diese Person sagen: „Schön, Dich zu sehen.“. Völlig falsch ist ein „Schön, Dich zu sehen“ gefolgt von einem Lächeln. Wenn wir das bei unserem Gegenüber sehen, merken wir intuitiv sofort: „Da stimmt was nicht.“
Bilder: Ismail Gök