Wenn die Fleißigsten die Erfolgreichsten wären, würde dem Esel der Bauernhof gehören«. Ich mag diesen Satz. Nicht, weil er lustig ist, sondern, weil nach dem Lachen fast immer etwas passiert. Es wird still.
Plötzlich denkst du an jemanden. An den Kollegen, der morgens als Erster im Büro ist und abends als Letzter das Licht ausmacht. An den Selbstständigen, der seit Jahren zwölf Stunden am Tag arbeitet, auf jeden Anruf reagiert, jedes Problem selbst löst und trotzdem das Gefühl hat, seinem eigentlichen Ziel keinen Schritt näherzukommen. Vielleicht denkst du in diesem Moment sogar an dich selbst.
Wir alle sind mit der Überzeugung groß geworden, dass Fleiß irgendwann automatisch belohnt wird. Wer mehr arbeitet, erreicht mehr. Wer sich mehr anstrengt, wird erfolgreicher. Dieser Gedanke klingt vernünftig. Und bis zu einem gewissen Punkt stimmt er sogar. Doch irgendwann ändern sich die Spielregeln. In mehr als drei Jahrzehnten habe ich Tausende von Selbstständigen begleitet, Hunderte von ihnen beraten und gecoacht. Was mich dabei immer wieder überrascht hat: Die Erfolgreichsten arbeiteten fast ausnahmslos sehr viel. Teilweise sehr viel … aber vor allem anders.
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