„Mir ging es immer nur um Inhalte.“ Titus wurde nicht Skateboard-Händler, um des Handelns willen, sondern weil er sich in der rebellischen Jugendkultur der Skateboarder Amerikas wiederfand. Eine bewusste Entscheidung, Unternehmer zu werden, habe es damals nie gegeben. Um diese „dauernde Fragerei nach dem Warum zu ersticken, antwortete ich damals oft:’Ich bin halt spätpubertierend.’„ Über seine Antwort freut er sich immer noch. „Aus heutiger Sicht muss ich sagen, es war die genialste Antwort überhaupt.“ Wie riskant mag es sich wohl angefühlt haben, den Beamtenstatus zu kündigen und Skateboards aus einem Keller heraus verkaufen zu wollen? „Risiko ist relativ! Das ganze Leben ist lebensgefährlich.“ Jeder, der vor einer wichtigen Entscheidung stehe, habe Angst. Titus: „Mit dieser Angst muss ich mich auseinandersetzen, reflektieren, wovor habe ich eigentlich Angst? Was will ich erreichen, und wie real sind meine Ängste?“
Bildquelle: Jens Nieth