Ich liebe meinen Beruf, ich wollte immer im Showbusiness sein wie mein Vater und meine Mutter. Mein Vater wollte, dass ich Kinderarzt werde. Damals war die Erziehung ganz anders als heute; was Papa sagt, ist Gesetz. Ich sagte „Okay, Papa.“ Aber im Internat war ich immer im Kinderchor, Kindertheaterensemble, auch im nächsten Internat im Chor und Theaterensemble. Ich hatte immer etwas mit der Bühne zu tun. Bei einem Fest in Madrid habe ich auf einem Festwagen gesungen, denn ich kannte all die damaligen Schlager, die Hits. Ich war also immer mit Musik verbunden, auch durch meine Eltern. Ich hatte das Glück, meinen Vater im Sommer immer dort, wo er gerade in Europa auf Tour war, besuchen zu können. Da habe ich viel gesehen und erlebt, und das wollte ich immer. Wie Sie wissen starb meine Mutter als ich ein kleines Kind war. Mein Vater war für mich alles, er war toll und ich war sein Augapfel. Der hat gemerkt, wie wichtig mir die Bühne war. Fast jeden Sommer lag ich ihm in den Ohren: „Papa, kann ich nicht nach Paris auf‘s Konservatorium?“ Als Zwilling kann man sehr überzeugend sein und schlussendlich hat er „Ja“ gesagt. Darum bin ich jetzt hier. Dann entstand der Film „Stern von Afrika“. Da habe ich meinem Vater gesagt, das ist mein Weg und gottseidank sagte er: „Okay“.
Die Direktheit hat mir Freunde gebracht, aber auch viele Türen verschlossen, weil ich gesagt habe, was ich denke. Manchmal war es hinderlich, weil manche Leute die Wahrheit nicht vertrugen und leider in der falschen, wichtigen Position saßen. Die waren eine ehrliche Meinung nicht gewohnt. Dann….
Bilder: Christian Klant