Ich liebe es, mich selbst zu challengen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mich entschieden habe, Influencerin zu werden, hatte ich schon seit sechs Jahren Instagram genutzt. Früher hatte ich einen Blog und einfach Spaß daran, mein Leben zu teilen. Als mein Mann dann mit TikTok gestartet hat und wir gemeinsam angefangen haben, Couple-Content zu machen, habe ich gesehen, wie viel Potenzial vorhanden ist. Die Marken wollten uns gemeinsam buchen und viele Follower hatten quasi darum gebeten, dass ich auch TikTok mache. Also dachte ich mir: Entweder ganz oder gar nicht. Mein Ziel war es, es direkt so zu machen, dass ich mich wieder selbstständig machen kann.
Ich kann ehrlich sagen, dass ich mir damals alles selbst beigebracht habe – beziehungsweise gemeinsam mit meinem Mann. Ich hatte niemanden aus meinem Umfeld, der schon Influencer war. Ich hätte gern jemanden an meiner Seite gehabt, der mich von Anfang an begleitet und mir einfach die Basics erklärt. Ich hätte gerne gewusst, dass es nicht bedeutet, dass man, weil man viele Follower hat, automatisch viel Geld verdient.
Disziplin und Kreativität. Wie ich oben schon geschrieben habe, hatte ich selbst schon lange Social Media gemacht. Das ist meistens kein einfacher Weg und man muss sehr lange dranbleiben und kontinuierlich sein. Man ist selbstständig und muss sich somit auch selbst motivieren. Viele posten eine Woche lang und erwarten direkt den großen Durchbruch. So funktioniert das aber nicht.
Ich glaube, die Influencer beeinflussen die Lifestyle-Branche extrem. Viele Menschen nehmen sich ein Beispiel an Influencern und auch Marken haben verstanden, dass Influencer-Werbung am besten funktioniert. Fremde Menschen orientieren sich an Influencern, die sie gerne schauen.
Ich glaube, man kommt heutzutage gar nicht mehr drum herum, Social Media als Inspiration zu nehmen. Ich habe auf jeden Fall auch ein paar Influencer, die ich mir als Vorbild nehme, da in dieser Branche alles möglich ist und ich das als sehr motivierend sehe. Egal, was du davor gemacht hast oder wo du herkommst, dir stehen alle Türen offen.
Konstruktive Kritik finde ich sehr wichtig. Ohne sie kann man fast nicht wachsen und sich weiterentwickeln. Ich denke, Kritik sollte aber immer respektvoll und konstruktiv sein. Viele verwechseln Hate und Kritik. Ich frage auch gerne meine Freunde und Familie nach ihren Meinungen und bitte um gute Kritik, damit ich weiß, was ich ändern oder noch besser machen kann.
Bild: Dom Quichotte