Ganz ehrlich: Als erstes gab es gar keine Motivation. Ich hatte während Corona Langeweile und habe einfach losgelegt. Daraufhin habe ich gemerkt, was das für Auswirkungen hat. Dann habe ich die Möglichkeit gesehen, meine Leidenschaft und Kreativität mit anderen zu teilen und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf Menschen zu haben und ihnen die vegetarische Ernährung näher zu bringen.
Ich wollte eine Plattform schaffen, auf der ich meine Interessen und Erfahrungen als hauptberufliche Fotografin authentisch zeigen kann und gleichzeitig eine Verbindung zu einer Community aufbaue. Da ich Essen liebe, habe ich mich für die Food-Branche entschieden.
Ich hätte gerne gewusst, wie wichtig es ist, authentisch zu bleiben und sich nicht zu sehr von den Meinungen anderer beeinflussen zu lassen. Ein Tipp, den ich mir gewünscht hätte, ist, den geschäftlichen Aspekt ernst zu nehmen, zum Beispiel bei Verhandlungen und Verträgen. Außerdem, dass Erfolg auch seine Zeit braucht.
Ein erfolgreicher Influencer sollte authentisch und – ganz, ganz wichtig – kreativ und kommunikativ sein. Wichtig sind außerdem Durchhaltevermögen und ein gutes Gespür für Trends. Fähigkeiten wie Selbstorganisation und ein guter Umgang mit der Fotografie und Videobearbeitung sind ebenfalls gut.
Influencer prägen die Food-Branche heutzutage unglaublich, die besten Beispielen sind unsere liebe Dubai-Schokolade sowie unser Gurkenmann mit seinen Gurkensalaten. Durch ihn waren sogar – wie ich gehört habe – Gurken in Norwegen ausverkauft. Ich kann es manchmal immer noch nicht richtig glauben, wie viel Einfluss man doch als Influencer mittlerweile haben kann.
Ja, ich lasse mich auch von anderen Influencern inspirieren, besonders, wenn sie authentisch und real sind. Gleichzeitig habe ich aber auch persönliche Vorbilder außerhalb der Social-Media-Welt.
Mit Hate gehe ich schon immer eher entspannt um. Sie greifen nicht mich als Person an, sondern meinen Charakter und meine Kochkünste online und da ich gerne ein bisschen stichele, ist das ok. Aber wenn die Kritik gerechtfertigt ist, versuche ich damit natürlich konstruktiv umzugehen und daraus zu lernen – aber nur solange sie respektvoll ist. Ansonsten muss man den Teil in den Kommentaren einfach meiden.
Bild: Anna Thoma