Warum berichte ich das hier in einem Beitrag, welcher den Titel »Be a Change Maker«? Nun, es gehört einfach zu meinem Change dazu und bildet den Kern, alles, was kommt, in eine positive Richtung zu verändern – mit größerem Kraftaufwand, weil man diesen Umstand einfach nicht umkehren kann, versteht sich. Von den zahlreichen Schädigungen, die eine Vergiftung über mehrere Jahre mit PCP, Lindan und Propiconazol, sprich Xyladecor und Xylamon – so hießen in unserem Fall die Produkte – verursachen, kann jeder in einer stillen Minute das Internet befragen. Doch auch mit dem Wissen, dass gesundheitlich vieles im Argen ist, muss es doch möglich sein, etwas Gutes, etwas Lehrreiches aus diesem vergifteten Cocktail zu destillieren. Ich merkte, dass, wenn ich mich nur mehr, ja sehr viel mehr anstrengte und oft auch zehn bis 20-mal länger an Aufgaben brütete, eine leichte Verbesserung möglich gewesen ist. Ich trainierte mangels Kurzzeitgedächtnisses meine Rhetorik und Schlagfertigkeit bis ich immer besser und besser wurde in diesem Segment meines Lebens. Desgleichen gab ich mein Bestes, meinen Körper in Kondition zu bringen und irgendwann war dann sogar das schönste Mädl Wiens in mich verliebt und für viele Jahre lang sogar meine Ehefrau. Ich erkannte, dass Träume und Visionen auch ohne gesundheitliches Fundament in der Erde der Leidenschaft ebenso sprießen können und stärker sein können als zahlreiche teils unsichtbare »Einschränkungen«. Immer höher und höher ging es im wahrsten Sinne des Wortes. Ich war im Radio, nahm bei Talentwettbewerben teil, war im Fernsehen der »Money Maker« und gleichsam der Glücksbringer einer ganzen Nation, gründete eine sehr erfolgreiche PR- & Eventagentur, war beim Aufbau eines Teleshopping-Unternehmens maßgeblich beteiligt und lief als einer der besten Extrem-Marathonläufer auf den verrücktesten Plätzen (Nordpol, Antarktis, Everest, etc.) dieser Erde von Erfolg zu Erfolg. Mein Wille dranzubleiben und niemals aufzugeben war eines Weltmeisters würdig.
Doch das Schönste an dieser bewegenden Geschichte ist, dass ich im Laufe der Zeit erkannt habe, dass ich etwas in anderen Menschen durch mein Tun bewegen kann. Ich wurde von einem TV-Money Maker zu einer anderen Person, einem »Change Maker«, der aktiv Veränderungen in seinem Umfeld bewirkt, um positive Auswirkungen auf die Gesellschaft, Organisationen oder Einzelpersonen zu erzielen. Meine »Ausstrahlung« sollte im Gegensatz zu der vergifteten Holzlasur etwas Positives bewirken, wenngleich man es auch nicht gleich bemerkt, aber dafür irgendwann positiv spürt.
Meine Vision ist: Menschen zu bewegen, Negatives in Positives zu verwandeln und im Kern natürlich glücklich zu sein!
Hier sind einige Merkmale und Fähigkeiten, die meinem Gefühl nach einen »Change Maker « auszeichnen:
Gerade mit dem Hintergrund meiner Geschichte ist es mir wichtig, dass jeder zum Grund wird, weshalb andere wieder an das Gute im Menschen glauben können.
Auch wenn der gesundheitliche Zustand gegenwärtig leider eine gewisse Talfahrt eingeschlagen hat, so sind es nun meine Umdenk-Romane, die Hörbuchproduktionen oder auch meine TV-Moderationen für ORFIII als Weitwanderer, welche meine klaren Change-Maker-Botschaften mit außergewöhnlichem Frohsinn vermitteln bis ich mit Beharrlichkeit erneut zur gesamten Größe meines »Never give up ein Change Maker zu sein« aufbreche. Wenn ein Mensch es schafft, andere Menschen wie ein »Krieger des Lichts« dazu zu inspirieren, ihr Leben und wenn möglich sogar die Welt zu verbessern, hat sich alles ausgezahlt, um jede Gegenwehr in Angriff genommen zu haben.
Ein »Change Maker« könnte folgende Schritte setzen:
Indem du diese Elemente in deine Vision einbringst, kannst du andere Menschen motivieren, positive Veränderungen in ihrem eigenen Leben anzustreben und dazu beitragen, eine bessere, erfolgreichere, gesündere und glücklichere Welt zu schaffen. Seinerzeit fand man bei der Durchsuchung im PC-Dschungel im Holzschutz-Verfahren bei den Firmen, welche diese Produkte herstellten, folgenden bezeichneten Satz: »Das Holzschutz-Verfahren muss mit allen rechtlich zulässigen Mitteln verhindert werden. Wenn uns das nicht gelingt, dann brechen Dämme.« Kaufleute sind eben keine Dummköpfe. Sie sondieren ihr Terrain sorgfältig, machen sich kundig auch bezüglich zukünftiger Chancen und Risiken. Anders können sie nicht erfolgreich sein. »Dann brechen die Dämme.« Das ist damals richtig gesehen worden.
Meine Geschichte steht für hunderttausende Menschen und sie ist eine Geschichte, die für viel mehr steht als nur Holzschutzmittel. Sie steht für eine große Zahl toxischer Produkte, die frei verkäuflich und überall verbreitet sind. Sie reicht von Haushaltschemikalien über Kosmetika und Medikamente bis hin zu Kinderspielzeug und Baustoffen. Permethrinhaltige Elektroverdampfer, chlorhaltige Deodorantsprays, Beißringe und Knuddeltiere mit hohen Anteilen an Weichmachern gehören ebenso dazu wie belastende Konserven, genmanipuliertes Gemüse, verseuchtes Fleisch, etc… Und warum soll das alles nur für Produkte gelten? Gleichberechtigt daneben stehen gefährliche Abfälle ebenso wie risikoreiche Verfahren und gefährliche Technologien. Meine Holzschutzmittel-Vergangenheit steht für moderne Schäden und öffnet damit dem Strafrecht die Tür zum Alltag der Industriegesellschaft. Es kriminalisiert deren Normbereich. Es lenkt den Blick auf die Tatsache, dass die flächendeckende Technisierung und Chemisierung unseres Lebens, denen wir das verdanken, was wir gemeinhin als hohen Lebensstandard bezeichnen, auch eine Kehrseite hat, nämlich die Bedrohung durch gefährliche Stoffe und riskante Verfahren. Das sind Gefahren, die damals niemand sehen wollte und heute mehr denn je angetrieben durch die menschliche Bequemlichkeit und der fortschreitenden Technisierung von Zeit zu Zeit auch Realität werden, also in Schäden für Mensch, Tier und Umwelt umschlagen. Die Wortschöpfung »Risikogesellschaft« ist heute unter »No risk, no fun!« bezeichnet und weil ich diesem Dogma genauso verfallen bin und dort unzählige Erfolge erzielt habe, sehe ich meine Erfahrungen zusammengefasst heute in der Frage: »Kann das, was ich mache, erschaffe und auch an andere weitergebe, einen uneingeschränkten und nachhaltigen positiven Nutzen für die Allgemeinheit und die Umwelt hervorbringen?« Wenn alles auf Herz und Nieren geprüft in jeder Hinsicht gut für mich und somit die Allgemeinheit ist, dann und nur dann sollte und darf eine ansteckende Idee, ein Produkt oder eine Sache die Welt bereichern. Denn am Ende wird sonst immer, ob ein kleiner oder gar großer Teil der »Konsumenten« die »Zeche« bezahlen müssen. Und die ist oft sehr hoch und neutralisiert die anderen nur marketingwirksamen Vorteile mehrfach.
Erst vor wenigen Tagen habe ich folgendes Posting auf Facebook hinterlassen und es beschreibt mich als »Change Maker«, um anderen den Wert von »Be a Change Maker« zu leben, gefühlt sehr anschaulich: »W NIG R IST M NCHMAL M HR!« Krank sein heißt für die meisten von uns: etwas Ruhe, vielleicht ein paar Medikamente und nach wenigen Tagen gehen die Krankheiten wieder weg. Doch was, wenn sie nicht einfach so verschwinden? Was man mir oft nicht ansieht: Bis zu meinem 18. Lebensjahr hatte ich Kontakt mit giftigen Holzschutzlasuren. Selbst heute, 50 Jahre später, weisen die gemessenen Werte in meinem einstigen Elternhaus (Blockhaus) extrem starke gesundheitsschädigende Werte auf. Die Symptome, die mit langanhaltenden Holzschutzmittelbelastungen, vor allem mit PCP, Lindan und DDT, in Zusammenhang gebracht werden, sind breit gefächert: Sie reichen von Hauterkrankungen über Leberstörungen, Krebs, Stoffwechselerkrankungen bis zur Schwächung des Stoffwechsels, des Immunsystems und Parkinsonerkrankungen. Es gibt sehr unangenehme Symptome, die immer und überall auftreten können. »Das schwebt wie ein Damoklesschwert über dir!«
Ein sorgenfreies Leben, wie es andere in meinem Alter führen, ist für mich nicht möglich. Dennoch versuche ich stets fröhlich und gut gelaunt zu sein, das Leben zu genießen, messe mich ab und an auch mit anderen »positiv Verrückten« im sportlichen Wettkampf, erlebe spannende Abenteuer und versuche so viele Menschen wie nur möglich mit meiner positiven und lebensbejahenden Art zu denken sogar anzustecken! Im Laufe meiner Krankheitsgeschichte merke ich oft: Die körperlichen Einschränkungen haben aber auch oft großen Einfluss auf die psychische Verfassung.
Bilder: Despositphotos / AntonMatyukha, Alexander J. Rüdiger