Bei mir ist das Ganze eher zufällig entstanden. Eigentlich wollte ich nie »Influencer« werden – ich habe einfach angefangen zu modeln und die Bilder auf Social Media gepostet. Und zack, plötzlich war ich drin im Game. Instagram hat mich von Anfang an fasziniert, weil es eine echt einzigartige Plattform ist – irgendwo zwischen digitalem Fotoalbum und moderner Litfaßsäule.
Wie wichtig Reels mal werden. Hätte ich das damals geahnt, hätte ich wahrscheinlich schon früh meine Fashion Walk Moves perfektioniert.
Ich glaube, das Wichtigste ist, dass einem Social Media wirklich Spaß macht. Wenn du dich jeden Tag zwingen musst, Content zu erstellen, wird’s schwierig. Man sollte gerne vor der Kamera stehen, ein bisschen Alltags-Chaos teilen wollen und einfach Leidenschaft für das haben, was man tut – selbst wenn’s nur ein ästhetisch perfekt drapierter Avocado-Toast ist.
Ich denke, Influencer haben einen riesigen Einfluss auf die Modebranche. Trends verbreiten sich heute nicht mehr von Laufstegen, sondern direkt aus den Feeds ins nächste Einkaufszentrum. Wenn jemand mit einer großen Community eine neue Hose cool findet, dauert es gefühlt drei Tage, bis sie überall ausverkauft ist.
Meine Vorbilder kommen eher aus dem sportlichen Bereich. Michael Jordan ist für mich eine riesige Inspiration – nicht nur wegen seiner Skills, sondern auch wegen seiner Einstellung. Und Arnold Schwarzenegger hat mich in vielerlei Hinsicht beeindruckt. Sein Werdegang zeigt, dass man mit harter Arbeit aus einem kleinen Dorf in Österreich bis nach Hollywood und ins Gouverneursamt kommen kann. Und ganz nebenbei hat er Sport zu meinem Lebensfundament gemacht – keine schlechte Nebenwirkung.
Kommt drauf an, um welche Kritik es geht. Wenn sie sachlich und objektiv ist, kann ich super damit umgehen. Konstruktive Kritik? Immer her damit. Aber wenn’s darum geht, ob mein Kaffee im Reel zu wenig Milchschaum hatte – da kann ich auch drüber hinwegsehen.
Bild: Burkhard Dietrich