Wir hatten beide den Wunsch, aus dem Nine-to-Five-Job auszubrechen, weil uns unsere Jobs unglücklich gemacht haben. Wir wollten raus aus dem Durchschnittsleben und wussten, dass das Leben da draußen noch so viel mehr zu bieten hat. Unsere größte Motivation war, dass wir mehr reisen und mehr von der Welt sehen wollten. Wir wollten ein selbstbestimmtes Leben, einen Job der uns erfüllt und vor allem wollten wir von überall aus arbeiten können.
Wir haben beide eine Leidenschaft fürs Fotografieren und als wir das erste Mal Fotos von Influencern auf Instagram gesehen haben, haben wir beide direkt gesagt: »Das können wir auch«.
Ich bin immer an verschiedene Destinations gereist, um schönen Content zu produzieren. Die Hotels habe ich immer selbst bezahlt, wenn ich gereist bin. Pascal hat mich dann auf die Idee gebracht, mit Hotels zu kooperieren. Seitdem haben wir in den letzten drei Jahren mit mittlerweile über 150 Luxus-Hotels weltweit gearbeitet. Also habe ich angefangen Hotels Kooperationsanfragen zu schicken – und es hat funktioniert.
Mittlerweile haben wir ein Umfeld, wo man sich gemeinsam für den anderen freuen kann und sich gegenseitig unterstützt, wo man nur kann. Gemeinsam erfolgreich zu sein und voneinander zu lernen, ist doch viel schöner. Und genau das würde ich jedem einzelnen mit auf den Weg geben, sich niemals von deinen Träumen und Zielen abhalten zu lassen. Vor allem nicht von anderen! Nutze Social Media um dir etwas Eigenes aufzubauen und nicht dafür, anderen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Träume verwirklichen! Nicht zu viel Zeit vertreiben mit sinnlosem Scrollen und Vergleichen mit anderen, sondern die Zeit sinnvoll für sich nutzen. Denke groß und mache einen Step nach dem anderen! Du kannst alles im Leben erreichen, wenn du selbst daran glaubst und auch bereit bist, die notwendigen Schritte zu gehen. Wir Menschen wollen alle das Ergebnis, aber nicht den Weg dorthin, der manchmal auch sehr steinig sein kann. Wenn ich mit diesem Mindset von Anfang an gestartet und die Power von Social Media erkannt hätte, wäre ich heute an einem ganz anderen Punkt.
Als Influencer sollte man auch kreativ sein. Man braucht nicht unbedingt ein Auge für Ästhetik, aber der Content sollte abwechslungsreich sein und die Community begeistern – sei es durch unterhaltsame, inspirierende oder informative Posts.
Influencer haben einen sehr großen Einfluss auf das Kaufverhalten der Nutzer und daher auch einen großen Einfluss auf die Unternehmertums-Branche. Zum einen können Influencer den Bekanntheitsgrad der Marke stärken, weil die Marke natürlich mehr Aufmerksamkeit bekommt, und zum anderen kann eine Marke dadurch an Beliebtheit gewinnen, da Influencer als Vorbilder für viele Nutzer fungieren. Aus diesem Grund haben wir unsere Reichweite dafür genutzt, unser eigenes Unternehmen »Design your Dream Life« aufzubauen. Nachdem wir unser Unternehmen gegründet haben, mussten wir nicht zunächst in Marketing und PR investieren wie viele anderen Unternehmen, um auf uns aufmerksam zu machen, da wir bereits seit einigen Jahren eine eigene Personal Brand als Influencer bzw. Content Creator aufgebaut hatten. Somit konnten wir direkt erste Kunden für uns gewinnen. Das Vertrauen ist der absolut wichtigste Faktor im Online Business. Hast du kein Vertrauen, gewinnst du auch keinen Kunden. Da viele unserer Follower unseren Weg seit Jahren verfolgen, konnten sie jeden einzelnen Step miterleben – Höhen wie Tiefen – und das ist doch das Wichtigste: dass man am Ende des Tages authentisch ist und auch Vertrauen aufbaut. Wenn man heutzutage durch Instagram scrollt sind gefühlt alle Menschen erfolgreich, leben ihr »dream life« oder sind Millionär. Instagram stellt auch oftmals eine Scheinwelt dar und das sollte dir bewusst sein. Bei uns konnte man alles genau mitverfolgen und unsere Community hat unsere Entwicklung miterlebt. Das baut natürlich über die Zeit enormes Vertrauen auf und hat unseren Expertenstatus unterstrichen.
Wir haben keine konkreten Vorbilder, aber wir schauen uns auch gerne Content von anderen Influencern an, die auch erfolgreich sind und gewissen Ziele bereits erreicht haben. Wenn wir etwas sehen, das uns gefällt, dann lassen wir uns auch »influencen« bzw. nehmen den Content von anderen auch sehr gerne als Inspiration.
Je erfolgreicher und sichtbarer du wirst, desto mehr Fans, aber auch Kritiker wirst du bekommen. Damit lernt man aber mit der Zeit umzugehen. Wir durften lernen, nicht »everybody’s darling« sein zu müssen. Auch das war ein Prozess. Es wird immer Menschen geben, die dich lieben für das, was du tust und auch Menschen, die es halt nicht so toll finden oder nicht deiner Meinung sind. Wir möchten unsere Energie auf diese Menschen fokussieren, die das, was wir tun, toll finden.
Wir bekommen tatsächlich sehr wenig Kritik. Wir müssen hier immer unterscheiden zwischen konstruktiver Kritik und Kritik, die persönlich ist bzw. dich verletzen soll. Wenn es konstruktive Kritik ist, sind wir sehr dankbar dafür, da sie uns wachsen und besser werden lässt – persönlich sowie auch im Business. Diese Art von Kritik wünschen wir uns sogar. Sobald es beleidigend wird, nehmen wir es mittlerweile nicht mehr ernst. So eine Art von Kritik kommt meistens von Menschen, die selbst frustriert und unzufrieden mit ihrem Leben sind und nichts Besseres zu tun haben. Da möchten wir unsere Energie erst gar nicht reinstecken. Where focus goes energy flows.
Bild: Desiree und Pascal Tibi