Ursprünglich hatte ich einen ganz anderen Weg eingeschlagen und meinen Bachelor in Wirtschaftsrecht abgeschlossen. Social Media und vor allem TikTok kam eher nebenbei und ungeplant in mein Leben. Am Anfang war es einfach ein Hobby und ein kreativer Ausgleich. Mit der Zeit habe ich gemerkt, wie viele Menschen ich erreiche und berühren kann. Meine Motivation wurde dann immer stärker: Menschen zu unterhalten und zum Lachen zu bringen.
Ich hätte gerne früher gewusst, dass Erfolg Zeit braucht und dass man sich nicht ständig mit anderen vergleichen sollte. TikTok und Social Media sehen von außen oft leicht aus, aber dahinter steckt viel Arbeit und Geduld. Sehr dankbar war ich für den Tipp, authentisch zu bleiben und mich nicht zu verstellen – genau das schätzen die Menschen am meisten.
Authentizität ist für mich das Wichtigste. Außerdem braucht man Disziplin, Durchhaltevermögen und eine gewisse mentale Stärke. Kreativität, Empathie und Zuverlässigkeit spielen ebenfalls eine große Rolle, sowohl gegenüber der Community als auch gegenüber Kooperationspartnern.
Influencer haben heute einen großen Einfluss darauf, wie Trends entstehen und wie Produkte wahrgenommen werden. Viele Menschen vertrauen Empfehlungen mehr, wenn sie von jemandem kommen, den sie täglich begleiten. Das bringt aber auch Verantwortung mit sich: Man sollte nur das empfehlen, hinter dem man wirklich steht.
Natürlich lasse ich mich auch von anderen Influencern inspirieren. Meine größten Vorbilder finde ich aber im echten Leben: Menschen, die trotz schwieriger Situationen nicht aufgeben und ihren Weg gehen. Sie motivieren mich oft mehr als jede perfekte Socia-Media-Welt.
Kritik gehört dazu, besonders wenn man in der Öffentlichkeit steht. Konstruktive Kritik nehme ich ernst und versuche, daraus zu lernen. Unfaire oder verletzende Kommentare versuche ich, nicht zu nah an mich heranzulassen. Ich habe gelernt, dass man es nie allen recht machen kann und dass es viel wichtiger ist, sich selbst treu zu bleiben.
Bild: Esra Cayir