Ich habe den Berufsweg nicht bewusst eingeschlagen. Ich hatte einfach Spaß daran, Videos zu machen und zu sehen, dass es anderen auch gefällt. Irgendwie hat es sich so ergeben, dass ich es bis heute mache.
Fang einfach an! Denke nicht »Oh, wenn ich diese Kamera oder dieses Licht, diesen Hintergrund usw. habe, fange ich an zu posten, weil dann ist es gut genug«. Starte mit dem, was du hast, setz dir eine Deadline und poste das Video. Du wirst es nie perfekt finden.
Leidenschaft.
Ich glaube, dass Influencer die Lifestyle-Branche heute total verändern. Sie zeigen neue Trends, teilen ihre Erfahrungen und machen Marken für ihre Community greifbarer. Viele Menschen lassen sich von uns Influencern inspirieren, sei es bei Mode, Beauty oder beim Einrichten der eigenen Wohnung. Und gerade weil wir als Creator so eng mit unseren Followern verbunden sind, entsteht oft ein ganz anderes Vertrauen, als es bei klassischen Werbeanzeigen der Fall ist.
Klar, ich folge auch anderen Creators, die mich inspirieren. Es gibt so viele talentierte Menschen, die coole Ideen haben, und ich schaue mir oft ab, wie sie ihre Inhalte umsetzen oder welche Themen sie ansprechen. Aber meine größten Vorbilder finde ich eher bei den Menschen, die mich im echten Leben umgeben – Familie, Freunde oder manchmal auch einfach Leute, die ich für ihren Einsatz und ihre Haltung bewundere.
Ich finde es mittlerweile falsch zu sagen, dass die ja alle nur neidisch sind. Das stimmt nicht. Es gibt einfach Leute mit anderen Meinungen und wenn’s mich verletzt, liegt das entweder daran, dass ich ein Video zum Beispiel selbst nicht gut finde, oder ich habe generell schon einen schlechten Tag. Deswegen hilft da nur, Dinge zu posten, hinter denen man stehen kann, und mit Leuten darüber zu reden, wenn es einen belastet.
Zum Glück trifft mich Kritik im Internet aber nicht so hart wie im echten Leben. Auch wenn ich nie viel Hate bekommen habe, bin ich da schon abgestumpft.
Bild: Jonas Sydney