Schon als Kind hatte ich dieses Gefühl in mir, dass ich vor die Kamera gehöre. Ich wollte nie einen Alltag, in dem jeder Tag gleich aussieht. Für mich war klar: Ich möchte aus dem Hamsterrad raus und etwas machen, das mich erfüllt und worauf ich wirklich stolz bin.
Als meine Community gewachsen ist und ich gemerkt habe, dass ich Menschen erreiche und ihnen ein gutes Gefühl geben kann – da wusste ich, dass ich genau das weitermachen will.
Ich hätte mir damals gewünscht, besser zu verstehen, wie viel Verantwortung dieser Beruf eigentlich mit sich bringt. Hinter einem kurzen Video steckt so viel Planung, Organisation und auch Büroarbeit. Gerade Themen wie Selbstständigkeit und Steuern hätte ich mir wirklich in der Schule gewünscht – das hätte vieles leichter gemacht.
Der wichtigste Tipp für mich wäre gewesen: Vergleich dich nicht. Jeder hat seinen eigenen Weg und das ist vollkommen okay.
Man muss echt sein. Das ist für mich das A und O. Die Community spürt sofort, ob man authentisch bleibt. Dazu gehören Durchhaltevermögen, Mut, Kreativität und die Bereitschaft, immer weiterzulernen. Man zeigt viel von sich – deshalb braucht es auch Stärke und Selbstbewusstsein, um sich nicht zu verlieren.
Wir zeigen Produkte in unserem echten Alltag und diese Nähe macht einen großen Unterschied. Trends entstehen heute oft genau dort, wo Menschen uns begleiten und sehen, was wir wirklich benutzen und lieben. Marken reagieren darauf, weil diese Verbindung viel ehrlicher ist als klassische Werbung.
Ich lasse mich gerne inspirieren – von großen und kleinen Creatorn. Aber ein direktes Vorbild habe ich nicht. Ich mag es, kleine Momente, Energien oder Ideen aufzuschnappen und dann meinen eigenen Weg daraus zu machen.
Kritik gehört zu diesem Job und ich habe gelernt, gut damit umzugehen. Konstruktive Kritik nehme ich gerne an, weil sie mich weiterbringt. Hate lasse ich nicht mehr so nah an mich ran. Ich weiß, wer ich bin, und ich habe Menschen um mich, die mich wirklich kennen. Das gibt mir Sicherheit und Ruhe.
Bild: Johanna Einhorn