Reichweite bietet die Chance, kreativ frei arbeiten zu können und öffnet viele Türen. Das war super verlockend!
Wir sind eh alle gesamtgesellschaftlich Social-Media-süchtig und als Creator ist dieser Zustand noch heftiger, weil man dauerpräsent sein muss. Das macht auf Dauer was mit einem und ich hätte gerne von Anfang an ein gesünderes Verhältnis zu meiner Online-Zeit gelernt. Man sollte keine Angst haben, auch mal Pausen zu machen.
Da gibt es ganz unterschiedliche Ansätze – einige kopieren einfach internationale Inhalte oder machen jeden Trend mit. Wichtig ist glaube ich vor allem, dass man den Content macht, bei dem man denkt, dass man daran lange Spaß hat und genug Motivation hat. Denn bei aller Schnelligkeit braucht man auf Social Media gerade zu Beginn oft einen langen Atem.
Influencer haben großen Einfluss auf die Unterhaltungsbranche. Zum einen ist die Herstellung von Entertainment-Inhalten viel demokratischer und unabhängiger geworden. Jeder kann Inhalte produzieren und Leute erreichen. Außerdem merken wir mit unserem Kreativstudio »moonvibe«, das komplett aus einer Social-Media-DNA entstanden ist, wie viel schneller wir Serieninhalte und Filme herstellen können. Damit beeinflussen wir stark, wie klassischere Produktionsfirmen ihre Arbeitsweise effizienter machen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Unterhaltung wird durch die Schnelligkeit von Social Media aktueller und der Zeitgeist entwickelt sich viel schneller.
Ich konsumiere selbst tatsächlich fast nur beruflich Content von Influencern, um dann darauf zu reagieren und schaue mir da vor allem die Schattenseiten an. Meine persönlichen Idole sind eher Film- und Serienregisseure, dafür brennt mein Herz auch am meisten.
Ich finde Kritik spannend, Hate hingegen komplett unnötig. Kritik nehme ich mir gerne zu Herzen, reflektiere mich oft selbst und versuche, daraus zu lernen.
Bild: Jonas Wuttke