Unsere Motivation, Influencerinnen zu werden, war tatsächlich gar nicht der klassische Weg, den viele heute einschlagen. Vor über zwölf Jahren haben wir während unseres Studiums in Bekleidungstechnik und Management einen Fashion-Blog gestartet – damals waren Blogs total angesagt und für uns war es eine spannende Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und erste Einblicke in die Fashion-Branche zu bekommen.
Aus dieser Leidenschaft heraus haben wir Schritt für Schritt weitergemacht. Mit der Zeit kam Instagram dazu und aus Fashion-Bloggerinnen wurden schließlich Influencerinnen. Aber unser Ziel war es nie, Influencerinnen zu werden – wir haben einfach das gemacht, was uns Spaß macht und hätten damals niemals gedacht, dass wir damit so große Erfolge feiern dürfen.
Wir sind eher in das Influencer-Sein hineingewachsen, ohne uns das von Anfang an bewusst vorzunehmen. Unser ursprüngliches Ziel war nicht eine Influencer-Karriere, sondern mit unserem Fashion-Blog einen Weg in die Modebranche zu finden – passend zu unserem Studium.
Was viele unterschätzen, ist der Arbeitsaufwand, der hinter diesem Beruf steckt. Von außen wirkt es oft so, als würde man einfach schnell ein Video aufnehmen und hochladen. Tatsächlich steckt jedoch viel mehr dahinter: die Entwicklung von Ideen und Moodboards, der Aufbau eines Videos oder einer Kampagne, der Schnitt, die Vertonung und das Formulieren der passenden Caption. Das kann mehrere Stunden oder sogar Tage in Anspruch nehmen.
Unser Tipp an alle, die Influencer werden möchten: Wenn man mit Herzblut dabei ist, kann man viele wundervolle Dinge erschaffen. Aber man sollte die Arbeit, die hinter gutem Content steckt, auf keinen Fall unterschätzen.
Das Wichtigste ist, authentisch zu sein. Man sollte sich nicht verstellen oder versuchen, jemand anderes zu sein, nur weil man bestimmte Influencer bewundert. Stattdessen geht es darum, herauszufinden, welche Themen einen wirklich interessieren: Was mag ich? Worin bin ich gut? Was kann ich besonders gut erklären oder zeigen?
Wenn man es schafft, diese Leidenschaft auf seine eigene Art mit der Welt zu teilen, ist das bereits ein großer Schritt. Denn es gibt immer Menschen, die genau das schätzen und einem folgen, weil man echt und authentisch bleibt.
Influencer haben definitiv einen großen Einfluss auf die Mode- und Beauty-Branche. Auf Plattformen wie Instagram und TikTok entstehen Trends oft innerhalb weniger Stunden, weil sie dort direkt von Influencern kreiert, gezeigt und verbreitet werden. Ein Beispiel ist der aktuelle Lip-Tint-Trend, bei dem ein blauer Lipgloss auf die Lippen aufgetragen wird, einwirkt und dann abgezogen wird – ein Hype, der durch virale Videos entstanden ist.
Solche Trends verbreiten sich rasend schnell, weil Follower sie sehen, selbst ausprobieren und dann wiederum eigene Inhalte dazu erstellen. Auch andere Influencer greifen virale Beauty- oder Fashion-Trends auf und verstärken so deren Reichweite. Das zeigt, wie stark Social Media die Industrie beeinflusst – von neuen Make-up-Techniken bis hin zu angesagten Kleidungsstücken, die durch Influencer plötzlich zum Must-have werden.
Natürlich lassen wir uns auch von anderen Influencern inspirieren – das gehört quasi zu unserem Alltag. Wir konsumieren selbst viel Content auf Instagram, entdecken neue Trends und holen uns Inspiration von anderen, die ähnliche Interessen oder kreative Ansätze haben. Gerade in unserer Branche ist es spannend zu sehen, wie sich neue Ideen entwickeln und welche Trends sich durchsetzen. Gleichzeitig versuchen wir aber immer, diese Einflüsse auf unsere eigene Weise umzusetzen und unserem Stil treu zu bleiben.
Neben Instagram und anderen sozialen Medien ist auch Pinterest für uns eine große Inspirationsquelle. Dort kann man gezielt nach bestimmten Themen suchen und Content auf eine ganz andere Weise konsumieren. Die visuelle Vielfalt und die Möglichkeit, Moodboards zu erstellen, helfen uns oft dabei, neue kreative Ideen zu entwickeln. Gleichzeitig sind wir natürlich auch auf anderen Plattformen unterwegs und lassen uns dort von Trends, Ästhetiken und neuen Konzepten inspirieren.
Ein großer Vorteil ist, dass wir immer zu zweit sind – so können wir uns gegenseitig austauschen, unterstützen und aufbauen. Außerdem haben wir das Glück, eine wundervolle Community zu haben, in der respektvoller Austausch im Vordergrund steht. Deshalb bekommen wir nur selten negative Kommentare, was uns natürlich sehr freut!
Bild: Fab4Media