Ehrlich gesagt hatte ich nie die bewusste Motivation, Influencerin zu werden – es war eher Zufall. Ich bin da eher hineingerutscht, als ich mit 18 einen Mini-Job hatte. Mein damaliger Chef sagte damals einfach zu mir »Mach doch Instagram« und so fing das Ganze irgendwie an. Es war nie ein geplanter Karriereweg, sondern hat sich mit der Zeit einfach so entwickelt.
Rückblickend hätte ich mir gewünscht, direkt zu Beginn jemanden an meiner Seite zu haben, der mich unterstützt – zum Beispiel ein Management. Das hätte vieles erleichtert, besonders in der Anfangsphase, in der man oft planlos ist. Ich hätte auch gerne früher gewusst, wie wichtig es ist, sich selbst zu schützen, indem man nicht zu viel Privates teilt. Das macht einen nur angreifbarer. Und ganz wichtig: Mach dir nicht zu viel Stress – wenn es kommen soll, dann kommt es auch. Am Ende ist das Wichtigste, authentisch zu bleiben.
Man sollte definitiv lernen, mit Kritik umzugehen, ohne sich davon komplett herunterziehen zu lassen. Außerdem ist es wichtig, die Realität vom Internet zu trennen – viele verlieren sich da schnell. Der Erfolg sollte einem nicht zu Kopf steigen, man sollte reflektiert bleiben und nicht jede Kooperation annehmen, sondern nur das vertreten, was wirklich zu einem passt. Eine klare Nische zu finden, in der man sich besonders und authentisch zeigen kann, hilft enorm. Und: Kenne deinen eigenen Wert – das ist entscheidend, um in dieser schnelllebigen Branche nicht unterzugehen.
Influencer spielen definitiv eine große Rolle in der Trendsetzung. Durch ihren eigenen Stil und ihr Gespür für Ästhetik bringen sie Individualität in diese riesige Industrie. Außerdem ist die enge Zusammenarbeit mit Marken essenziell – sei es als Gesicht für Kampagnen, bei Produkt-Kollaborationen oder sogar beim Aufbau eigener Marken. Trotz dieser kreativen Freiheiten bleibt man am Ende jedoch immer Teil der großen Maschinerie.
Wir alle lassen uns – ob bewusst oder unbewusst – durch Social Media beeinflussen. Ich selbst lasse mich gerne von anderen Influencern inspirieren, finde meine persönlichen Idole aber oft eher außerhalb dieser Welt – in Kunst, Film oder Musik. Trotzdem kann man sich dem Einfluss von Social Media und damit auch von anderen Influencern nie komplett entziehen.
Kritik gehört für mich ganz selbstverständlich dazu, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Ich finde, wir sollten offen dafür sein, solange sie konstruktiv bleibt und nicht ins Beleidigende oder Private abdriftet. Solche Kritik nehme ich mir gerne zu Herzen und versuche, daraus zu lernen. Zum Glück habe ich bisher nur sehr wenige negative Erfahrungen gemacht – meine Community (auch wenn ich das Wort eigentlich nicht so mag) ist bisher sehr positiv und respektvoll, wofür ich extrem dankbar bin.
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