Als ich vor über zehn Jahren mit Instagram begonnen habe, gab es den Begriff »Influencer« noch gar nicht. Ich kam damals frisch aus meiner Pilotenausbildung und wollte einfach meine Reiseerlebnisse und schöne Momente teilen. Dass ich mein Hobby ein paar Jahre später tatsächlich zum Beruf machen würde, hätte ich mir nie vorstellen können. Dafür bin ich bis heute unglaublich dankbar.
Ich hätte gerne früher gewusst, wie wichtig eine klare Positionierung ist. Mein Rat wäre: Finde einen Bereich, der dir wirklich Spaß macht, und bleibe konsequent dabei. Bei mir war es das Reisen – und ich bin froh, dass ich diesen Nischenmarkt früh für mich entdeckt habe. Authentizität und langfristige Ausrichtung sind entscheidend.
Belastbarkeit ist extrem wichtig, denn Social Media ist kein 9-to-5-Job – ich arbeite oft sieben Tage die Woche. Außerdem helfen Struktur, unternehmerisches Denken und natürlich Kreativität. Man muss Trends verstehen, gleichzeitig aber seinen eigenen Stil bewahren.
Influencer haben heute definitiv einen großen Impact auf die Reisebranche. Sie können Destinationen, Hotels oder bestimmte Reisearten sichtbar machen und Trends mitprägen. Durch authentische Einblicke entsteht Vertrauen, was die Buchungsentscheidungen vieler Menschen stark beeinflusst.
Konstruktive Kritik nehme ich mir zu Herzen und sehe sie als Chance, mich weiterzuentwickeln. Reiner Hate ohne sachliche Grundlage versuche ich hingegen nicht persönlich zu nehmen. Mit der Zeit lernt man, Dinge einzuordnen und sich auf die positiven, unterstützenden Stimmen in der eigenen Community zu konzentrieren.
Bild: privat