Durch Corona konnte ich auf einmal nicht mehr auf die Bühne, und eines Abends bekam ich einen Anruf eines alten Freundes, der mich fragte, was ich denn gerade in dieser Situation tue und ob Ich noch fit sei in Finanzen – denn neben der Musik war die Finanzwelt meine zweite Leidenschaft. So kam ich in seine neue gegründete Agentur und schließlich in die Finanzbranche.
Es gibt sogar sehr viele Gemeinsamkeiten, denn Disziplin, Ehrgeiz und vor allem immer am Ball zu bleiben, ist in beiden Branchen sehr wichtig. Und am Ende des Tages zählen auch im Musik-Business Zahlen und Fakten für den Erfolg!
Am Anfang tat ich mich sehr schwer, denn im Musik-Business hat alles seinen Ablauf; dein ganzer Tag ist durchgeplant. Du weißt, wann und wie lange du für etwas Zeit hast. In der Finanzbranche ist vieles so ein bisschen improvisiert.
In der Vergangenheit, aber auch noch heute wurden und werden Kunden nicht richtig beraten, denn wer auf Umsatz schaut, schaut den Kunden nicht in die Augen. Als Musiker ist Menschlichkeit – und auch Gefühle zu zeigen – sehr wichtig. Genau das schätzen meine Kunden sehr über mich, denn ich bin wie ihr bester Freund, den man immer um Hilfe bitten kann.
Viele machen sich große Sorgen über KI. Aber Ich sehe genau da unsere größte Chance, denn wir sind soziale Wesen und brauchen einander. Durch eine Dienstleistung eines Menschen kann man andere Menschen inspirieren oder motivieren. Das kann eine KI nicht. Deswegen brauchen wir diese Skills – gepaart mit Dankbarkeit und Charisma.
Alex Saracco war Musiker.
In der Coronapandemie machte er seine zweite Leidenschaft zum Beruf und wurde zum Finanzberater.
Beitragsbilder: Rebecca Trines; Josefine Schörner
AS