Ehrlich gesagt hatte ich nie bewusst das Ziel, Influencerin zu werden. Ich habe Marketing und Communications Management studiert und dadurch viel über die Branche gelernt, aber nie aktiv darauf hingearbeitet. Social Media habe ich einfach aus Spaß genutzt – mein Profil war zwar öffentlich, aber für mich eher privat.
Dann ging ein Selfie von meiner Hochzeit ziemlich viral und plötzlich wurden immer mehr Leute auf mein Profil aufmerksam. Ich habe gemerkt, dass mein Content Interesse weckt, und angefangen, regelmäßiger zu posten. So bin ich eher zufällig in diese Rolle hineingewachsen. Mit der Zeit habe ich immer mehr Freude daran gefunden und durch den kontinuierlichen Austausch mit meiner Community konnte ich schnell wachsen – wofür ich sehr dankbar bin.
Zu Beginn hätte ich gerne gewusst, wie man Content richtig erstellt und bearbeitet. Ich hatte absolut keine Ahnung von Hilfsmitteln wie Stativen, professionellen Lichtern oder den verschiedenen Apps, mit denen man zum Beispiel Videos schneiden kann. Ein kleiner Tipp: Ich benutze CapCut – die App ist super praktisch, um Videos zu schneiden, Voice-Overs hinzuzufügen und Effekte einzubauen.
Außerdem habe ich total unterschätzt, wie lange es dauern kann, selbst ein kurzes Video zu drehen und zu bearbeiten. Gerade am Anfang hat mich das überrascht. Aber letztendlich hilft nur eins: Learning by Doing! Einfach ausprobieren – mit der Zeit wird es immer leichter.
Mein letzter und vielleicht wichtigster Tipp: Einfach machen! Nicht zu viel darüber nachdenken, was andere sagen könnten. Am Ende zählt, dass es dir Spaß macht.
Ich glaube, als Influencer sollte man vor allem kreativ sein, um interessanten und abwechslungsreichen Content zu erstellen. Gleichzeitig ist Authentizität super wichtig – die Leute merken schnell, wenn sich jemand verstellt.
Außerdem braucht man Durchhaltevermögen, denn Erfolg kommt nicht über Nacht. Es dauert, eine Community aufzubauen, und regelmäßiges Posten ist entscheidend. Genauso wichtig ist die Fähigkeit, mit der Community zu interagieren – also auf Nachrichten und Kommentare einzugehen und echten Austausch zu fördern.
Technische Grundlagen sind ebenfalls hilfreich – sei es beim Fotografieren, Videodrehen oder Bearbeiten. Man muss nicht alles perfekt beherrschen, aber ein gewisses Verständnis spart viel Zeit und macht den Content professioneller.
Und nicht zuletzt: Gelassenheit! Nicht jeder wird einen mögen und Kritik gehört einfach dazu. Am Anfang kann das herausfordernd sein, aber mit der Zeit lernt man, damit umzugehen und sich auf das Positive zu konzentrieren. Vor allem aber sollte man Spaß an dem haben, was man tut – denn das spürt auch die Community!
Influencer sind heute ein zentraler Treiber der Mode- und Beauty-Branche – wir sind nicht nur Trendverstärker, sondern oft die vertrauenswürdige Stimme zwischen Marken und Konsumenten. Studien zeigen, dass ein Großteil der Kaufentscheidungen auf Influencer-Empfehlungen basiert. Das hat einen guten Grund: Im Idealfall agieren wir wie eine gute Freundin – ehrlich und mit echten Erfahrungsberichten.
Wir machen Trends nicht nur sichtbar, sondern auch greifbar: Durch Produkttests, Styling-Ideen oder den »See Now, Buy Now«-Effekt verkürzen wir den Weg von der Inspiration zum Kauf.
Absolut! Ich bin selbst total Social-Media-begeistert und lasse mich ständig inspirieren – von großen Creatorn genauso wie von kleinen Accounts mit frischen Perspektiven.
Jeder Erfolg, den ich bei anderen sehe, motiviert mich, selbst neue Wege zu gehen. Diese ständige Inspiration und der positive Austausch sind es, die unsere Branche so besonders machen.
Erstmal tief durchatmen! Ehrlich gesagt: Auch wenn 99 Kommentare positiv sind – der eine kritische bleibt oft hängen. Das ist menschlich!
Aber ich habe gelernt: Nach dem ersten emotionalen Moment versuche ich, rational zu prüfen – ist etwas dran? Wenn ja, nehme ich es als konstruktives Feedback an. Wenn nicht, lasse ich es los. Und manchmal ist Kritik sogar das beste Zeichen: Sie zeigt, dass man Menschen bewegt.
Bild: Fab4Media