Seit Jahren ist es in Marketingkreisen beliebt, dem deutschen Publikum englische Werbung vorzusetzen. Doch lohnt sich das wirklich oder sollte man lieber auf zu viele Anglizismen verzichten?
In diesem Artikel zeigen wir die größten Missverständnisse, die bei der Verwendung von englischen Slogans entstehen können und was zu beachten ist, wenn man diese zielgerecht im deutschen Markt einsetzen will.
Der Einsatz der englischen Sprache in Deutschland ist nicht nur in der Alltagssprache beliebt – gerade im Online-Bereich sind zum Beispiel englische Begriffe wie “Website” häufiger anzutreffen als die deutsche Version “Webseite”. Aber auch im Marketing haben Anglizismen Hochkonjunktur und werden als regelrechte “Waffe” in der Werbung eingesetzt.
Nicht alle Konsumenten in Deutschland besitzen gute Englischkenntnisse und können deshalb den neuesten Werbeslogans häufig nicht folgen. Doch trotz einem grossen Anteil der Bevölkerung, der nur wenig Englisch versteht, werden Anglizismen immer häufiger eingesetzt – warum ist das so?
Zudem sind Werbeslogans in Englisch gerade in Verbindung mit bekannten Werbejingles einprägsam und vermitteln zudem einen gewissen Innovationsgeist.
Auch wenn der genaue Wortlaut also von vielen Deutschen nicht genau verstanden wird – die Wirkung englischer Werbesprüche ist am Ende häufig positiv und bekräftigt deren Einsatz.
Um englische Werbeslogans richtig einzusetzen, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden:
Englische Werbesprüche sind nicht zu Unrecht sehr beliebt, denn ihr Effekt ist gegenüber rein deutschen Slogans häufig wirkungsvoller. Dabei ist aber zu beachten, dass man klar verständliche Formulierungen und einprägsame wählt, die auch bei Deutschsprachigen ohne Englischkenntnisse zumindest im Kern verstanden werden können.
Bei all dem Lob für Anglizismen in der Werbung sollten Marketingfachleute zudem nicht vergessen, dass auch die deutsche Sprache wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Ein gutes Beispiel dafür ist zum Beispiel der bekannte Audi Werbeslogan “Vorsprung dank Technik”, der wohl niemandem mehr aus dem Kopf geht, der ihn einmal gehört hat.
Englische Werbeslogans sind also kein Allheilmittel und ersetzen nicht das treffsichere Finden der richtigen Markenbotschaft, doch sie können als Marketinginstrument dennoch situativ und gezielt eingesetzt werden.
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