Leistungsdruck, Deadlines, dauernde Erreichbarkeit: Immer mehr Menschen wachsen die Anforderungen des modernen Berufsalltags über den Kopf. Groß ist die Angst vor dem Versagen, einem Fehler oder gar davor, sich vor Kollegen zu blamieren. Auch wenn Ängste zum Leben dazugehören und sogar motivieren können, im Übermaß sind sie regelrechte Karrierekiller. Doch wie schafft man es, angstfrei zu arbeiten?
Die meisten Menschen empfinden Veränderungen im Berufsalltag als am beängstigendsten. Besonders wenn es darum geht, neue Aufgaben zu meistern oder wenn Umstrukturierungen im Unternehmen anstehen, ist die Angst vor dem Versagen am größten. Doch die Ängste kommen nicht von ungefähr – die meisten gehen auf Erfahrungen in der Kindheit zurück. Fehlschläge oder schlechte Noten, in manchen Fällen sogar Mobbing, bleiben im Gedächtnis. Ebenso, wenn bereits von klein auf das Streben nach Perfektion vermittelt wird. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass viele Erwachsene ihr Wohlergehen auch heute noch vom Lob einer übergeordneten Instanz – in diesem Fall des Vorgesetzten – abhängig machen.
Wer seine Ängste besiegen möchte, sollte sich zunächst selbst eingestehen, Angst zu haben. Denn nur so lässt sich die Angst im Kopf überwinden. Ist dieser Schritt getan, kann es hilfreich sein, die Szenarien, die sich im Kopf abspielen, genauer zu beleuchten. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Befürchtungen zutreffen? Durch die rationale Betrachtung stellt sich in vielen Fällen heraus, wie diffus die Sorgen eigentlich sind.
Gleichzeitig ist es jedoch wichtig zu verstehen, dass Kritik nicht gleich den Weltuntergang bedeutet – schließlich lässt sich aus jedem Fehler lernen, und niemand ist perfekt. Auch hier kann es helfen sich bewusst zu machen, dass niemandem wegen eines kleinen Fehlers gekündigt wird – es ist schlichtweg erlaubt, menschlich zu sein.