Der Verkauf von »FIT/ONE« war kein Abschied, sondern ein strategischer Schritt. Nach über zehn Jahren intensiven Aufbaus war es für mich an der Zeit, das Unternehmen in neue Hände zu geben, die es mit frischer Energie weiterentwickeln können. Ich bleibe weiterhin beteiligt – aber in einer anderen Rolle. Das ermöglicht mir, neue Projekte mit derselben Leidenschaft anzugehen, ohne dabei das Erreichte aus den Augen zu verlieren.
Unternehmertum ist für mich kein Sprint mit Ziel, sondern ein kontinuierlicher, lebendiger Prozess. Ich liebe es, Strukturen zu entwickeln, Teams zu formen und Visionen in konkrete Ergebnisse zu übersetzen. Der Erwerb von acht »clever fit«-Studios ist kein Zufall, sondern ein bewusster, strategischer Schritt. Damit verfügen wir nun über insgesamt 30 Studios der Marke und ich sehe im Fitnessmarkt, insbesondere im Bereich regionaler Standorte, enormes unausgeschöpftes Potenzial.
Was mich besonders reizt, ist die Möglichkeit, bestehende Studios gezielt zu optimieren: durch klare Prozesse, modernes Equipment, ein inspirierendes Trainingserlebnis und vor allem eine starke Service- und Unternehmenskultur. Unser Konzept setzt auf Effizienz, Digitalisierung und emotionale Kundenbindung – mit dem Ziel, jedes Studio zu einem Ort zu machen, an dem Mitglieder gerne trainieren, sich wohlfühlen und langfristig bleiben.
Gerade jetzt zu wachsen bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen – für Mitarbeitende, Mitglieder und für die Weiterentwicklung der Marke »clever fit« im lokalen Kontext. Es ist der richtige Zeitpunkt, um vorhandene Stärken weiterzuentwickeln und zukunftsfähige Standards im Fitnessbereich zu setzen.
Ich habe gelernt, wie wichtig schlanke Prozesse, eine klare Markenidentität und ein authentisches Team sind. Es geht nicht nur um Größe, sondern um Qualität und Nachhaltigkeit. Heute bin ich noch fokussierter, schneller in Entscheidungen und strategisch klarer. Und ich weiß, wie entscheidend es ist, nicht jeden Trend mitzugehen – sondern den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um zu investieren.
Die Branche entwickelt sich weg vom reinen Gerätepark hin zu ganzheitlichen Lösungen. Menschen suchen heute mehr als nur ein Studio – sie suchen Motivation, Gemeinschaft und Lifestyle. Mein Ansatz ist es, Standorte zu schaffen, die emotional berühren, technologisch vorne sind und gleichzeitig effizient geführt werden. Die Kombination aus Nähe zur Zielgruppe und klarer Positionierung ist unser Vorteil.
Die Corona-Zeit war sicher eine der größten Herausforderungen. Über Monate hinweg geschlossene Studios, Unsicherheit im Markt, gleichzeitig Verantwortung für hunderte Mitarbeiter – das war eine echte Belastungsprobe. Ich habe in dieser Zeit viel über Krisenführung gelernt: Ruhe bewahren, ehrlich kommunizieren und schnell handeln. Am Ende war es diese Zeit, die mein unternehmerisches Denken nochmal auf ein neues Level gebracht hat.
MK