In der Evolutionsgeschichte des Menschen war es die Frage aller Fragen: Wer ist Freund, wer Feind? Wem kann man trauen, wem nicht? Dieses Urteil fällen wir heute wie damals bereits nach Sekunden. Und das beeinflusst nicht nur, wie die erste Begegnung zweier Menschen verläuft: Unter Umständen entscheidet es über ganze Karrieren.
Über 100 Merkmale nimmt das menschliche Nervensystem in den ersten Minuten des Kennenlernens wahr. Dazu gehören beispielsweise die Körpersprache, der Geruch, die Kleidung und die Stimmmelodie. Anhand dieser Merkmale fällen wir in Sekundenschnelle ein Urteil über unser Gegenüber – und diesem ersten Urteil ordnen wir alle späteren Erkenntnisse unter. In der Psychologie spricht man daher vom Primäreffekt.
Der Schlüssel zum perfekten ersten Eindruck ist ein authentisches, klares Auftreten. Ihre innere Haltung, Ihre Körpersprache und Ihr gesprochenes Wort sollten miteinander korrespondieren. Wenn Ihre körpersprachlichen Signale nicht mit Ihren verbalen Aussagen übereinstimmen, so registriert Ihr Gegenüber den augenscheinlichen Widerspruch sofort – und empfindet diese Inkongruenz als unangenehm und irritierend.
Beginnen Sie daher mit Ihrer inneren Haltung. Gehen Sie mit einer möglichst selbstsicheren, offenen und positiven Einstellung in das erste Treffen. Achten Sie darauf, diese Einstellung auch in Ihren Körper ausstrahlen zu lassen: Verinnerlichen Sie eine gerade Körperhaltung, lassen Sie die Arme offen und die Hände sichtbar, setzen Sie ein freundliches Lächeln auf und bewahren Sie einen ruhigen Blick. Wenn Sie leicht nervös werden, atmen Sie einfach ruhig in den Bauch. So strahlen Sie Offenheit, Präsenz und Sicherheit aus.
Begegnen Sie Ihrem Gegenüber mit einer positiven, respektvollen inneren Haltung, die sich konsequent in Ihrer ganzen Erscheinung widerspiegelt: So gewinnen Sie Ihren Gesprächspartner nachhaltig und in Sekundenschnelle mit der Macht des ersten Eindrucks für sich.
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