Die Macht der Gerüche wird oft unterschätzt. Doch unser Geruchssinn reagiert deutlich schneller als jeder andere Sinn – und zudem meist völlig unbewusst. Er kann Wünsche und Erinnerungen wecken und spricht ohne jegliche Filterwirkung direkt das limbische System an, das sich im Kleinhirn befindet. Dort werden Emotionen verarbeitet und wird das Triebverhalten geregelt. Das macht sich in immer größeren Maße auch die Werbung zunutze. Noch zielt der Großteil aller Marketingmaßnahmen auf optische Reize ab. Doch das könnte sich bald ändern, denn das Duftmarketing ist auf dem Vormarsch.
Voraussetzung für all diese positiven Aspekte sei allerdings, dass der Duft richtig dosiert eingesetzt wird und gut komponiert ist. Dann könne die Kaufbereitschaft um bis zu 15 Prozent steigen, während sich die Kommunikationsbereitschaft um bis zu 19 Prozent erhöhe.
Zu guter Letzt sollte es auch vom Anlass abhängen, welchen Duft man aufträgt. Im Büro ist eher ein frischer, unaufdringlicher Geruch angebracht (also am besten ein fruchtiger bzw. ein Chypre-Duft), während orientalische Düfte die sinnliche Ausstrahlung erhöhen und demzufolge eher zum Candle-Light-Dinner und zu lauen Sommernächten im Freien passen.
Bild: Depositphotos.com/belchonock