Banken empfangen Gründer meist nicht mit offenen Armen, denn: Für sie sind sie eine Risikogruppe, die nur ungern mit einem Kredit unterstützt wird. Die Finanzplanung im Businessplan ist überschaubar, die groß gesteckten Ziele sind nicht belegbar. Dies alles sind Gründe, die für reguläre Kreditgeber dagegen sprechen würden, einem jungen Unternehmer einen Kredit zu gewähren.
Eine vergleichsweise neue Option ist dabei die Idee, den verrucht anmutenden Kredit „von Privat an Privat“ auf ein neues Fundament zu stellen. Und dieses Fundament ist natürlich in der Online-Welt zu finden. In einem Online-Forum werden Kreditanfragen veröffentlicht und teilweise sehr persönlich dargestellt. Zu diesen Kreditanfragen steigen potentielle Investoren in den Ring, die das private Verleihen von Geld als Option sehen, ihr Erspartes mit guter Rendite anzulegen.
Nur die wenigsten Gründer sind derart mächtig abgesichert, dass sie bei anstehenden Investitionen einfach aufs Sparbuch zurückgreifen können. Dennoch ist der Wunsch danach, möglichst keine Kredite aufzunehmen, um das eigenen Unternehmen voranzubringen, groß. Laut einer Forsa-Umfrage plündern 72 Prozent der Startup-Unternehmer lieber ihr Sparbuch. Ob und vor allem wie lange das Geld dann reicht, wurde dabei nicht erfasst. Dies kann mitunter daran liegen, dass die Finanzplanung mancher Startups gerade einmal auf überschaubare zwölf Monate angelegt ist.
Immer häufiger wird die Suche nach potentiellen Investoren medial präsentiert. Nicht nur in die „Höhle der Löwen“ strömen die Gründer. Sie sprechen die Löwen, die einst große Deals mit anderen Gründern abschlossen, mittlerweile auch via Social Media und auf offener Straße an.
Auf was Löwe Frank Thelen besonders viel Wert legt, verrät der Investor in diesem Interview:
Ohne Haken gibt es beide Varianten nicht, denn: Investoren müssen mit Anteilen bezahlt werden und Förderungen bestehen häufig aus zinsgünstigen Darlehen, was bedeutet, dass es sich dabei auch lediglich um eine Leihgabe handelt, die zurückbezahlt werden muss.
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