Die nächste Stufe auf der Karriereleiter haben viele Frauen und Männer längst ins Visier genommen. Ganz leicht aber klappt das Erklimmen nicht. Und während manchem der Erfolg in den Schoß zu fallen scheint, warten andere vergeblich auf die entscheidende Veränderung. Aus der passiven Opferhaltung heraus lassen sich Karrieresprünge aber nicht leisten. Besser ist es, Erfolgsgeheimnisse zu kennen und clever nutzen.
Das erste Rezept für beruflichen Erfolg besteht eigentlich aus zwei Zutaten: Motivation und Frustrationstoleranz. Nur wer beides mitbringt, bleibt langfristig am Ball und lässt sich von Rückschlägen nicht entmutigen. Motivation alleine ist bereits eine wirkungsvolle Triebfeder. Wer seine Aufgaben mit Enthusiasmus sowie Sorgfalt erledigt und dabei Energie investiert, wird automatisch häufiger wahrgenommen. Dauerhaft kann das zur Beteiligung an immer wichtigeren Prozessen führen, was den Arbeitnehmer letztlich auch für Beförderungen interessant macht.
Fehlt es aber an Frustrationstoleranz, ist Motivation ein fragiles Konstrukt. Bei Kritik, einem erfolglosen Projekt oder längeren Durststrecken fällt sie in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Damit Motivation erhalten bleibt, müssen auch Engpässe durchstanden werden, ohne dass sich dabei etwas an der Grundhaltung ändert. Der Vorteil: Wer Frustration aushalten kann und dabei nicht an Leistungsfähigkeit verliert, ist ein starker Kandidat für den Weg nach oben.
Es klingt klischeehaft und unfair: Wer gut aussieht, erreicht mehr. Das wird im Rahmen von Studien und Umfragen immer wieder bewiesen. Gutes Aussehen beginnt dabei nicht nur bei Outfit, Hairstyling und Make-Up, sondern ist auch mit der allgemeinen Gesundheit und dem persönlichen Erscheinungsbild ohne Zusatzhilfen verknüpft. Wer sich gesund ernährt, Sport treibt und einen guten Umgang mit Stress pflegt, hat bereits gute Karten.
Geht es um das Aussehen im Erfolgskontext, spielen also innere und äußere Wirklichkeit eine Rolle. In das eigene Erscheinungsbild zu investieren, ist daher meist eine Investition in berufliches Weiterkommen und ein stärkeres Auftreten.
Mit welchen Personen sich ein Mensch umgibt, sagt viel über dessen Charakter aus und kann sogar die Zukunft beeinflussen. Immerhin ist das persönliche Umfeld ein wichtiger Umweltfaktor, der Entscheidungen beeinflussen. Werthaltungen stabilisieren und auch die Akzeptanz beruflichen Erfolgs mit sich bringen kann. Ein Netzwerk aus erfolgreichen Menschen aufzubauen, lohnt sich daher in vielerlei Hinsicht.
Einerseits sorgen Kontakte zu solchen Personen für positive Anregung und Motivation. Sind Freunde und Bekannte ebenfalls an ihrer Karriere interessiert, ergeben sich automatisch Gespräche mit Mehrwert. Gleiches gilt für bewusste Netzwerktreffen mit Kollegen oder Unternehmern aus ähnlichen Fachbereichen. Selbst bereichsübergreifend ergeben sich Vorteile, denn so entstehen unter Umständen Synergien, die sich im Hinblick auf die beruflichen Perspektiven auszahlen.
Abgesehen davon ist das Netzwerk ein stabiles Sprungbrett in den sogenannten verdeckten Stellenmarkt. Sich mit Entscheidern zu umgeben, ermöglicht automatisch Zugang zu Stellen, die gar nicht erst ausgeschrieben werden. Da gelegentliche Wechsel des Arbeitgebers in puncto Erfolg und steigendes Einkommen als unverzichtbar gelten, könnten sich die nächsten Schritte so ganz von alleine ergeben.
Ein Erfolgsgeheimnis, an dem sich tatenlos nur wenig drehen lässt, ist die eigene Persönlichkeit. An ihr zu arbeiten, erfordert Energie und die Bereitschaft zur Selbstoptimierung sowie Entwicklung. Das aber lohnt sich, denn Erfolg im Job basiert zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil auf der Kommunikation mit anderen Menschen. Je kongruenter eine Person auftritt, desto bereitwilliger wenden sich andere an sie und schätzen ihre Kompetenz hoch ein.
Er beschreibt die Persönlichkeitsanteile, die der Öffentlichkeit preisgegeben werden. Hierzu gehört beispielsweise das eigene Verhalten und auch Werte, die die Person nicht verbirgt.
Hier befindet sich all das, was eine Person zwar weiß, jedoch niemandem zeigen oder mitteilen möchte. Wer hier viele Geheimnisse hütet, kann für Blockaden in der Kommunikation sorgen und verwirrend auf sein Gegenüber wirken.
Im dritten Quadranten steckt der sogenannte „Blinde Fleck. Er kann problematisch sein, denn es handelt sich dabei um Persönlichkeitsanteile, die die betreffende Person nicht wahrnimmt, seine Umgebung aber schon. Rückmeldungen von anderen sind besonders wertvoll, um den blinden Fleck zu verkleinern.
Zu guter Letzt findet sich im Johari Fenster auch ein Bereich für das Unbewusste. Weder die betreffende Person noch andere können sehen, was sich hier verbirgt. Dennoch können Inhalte dieses Quadranten zu Verhaltensweisen führen, deren Gründe sich aber nicht erschließen.
Das Ziel von Persönlichkeitsarbeit ist es, den blinden Fleck zu verkleinern, das Unbewusste zu erforschen und somit den öffentlichen Quadranten zu vergrößern. Je mehr eine Person sich offenbaren kann, desto befreiter agiert sie auch im beruflichen Kontext. Das Ergebnis ist eine deutlich furchtbarere Kommunikation, die in Sachen Erfolg entscheidend sein kann.
„Klein aber fein“ ist das letzte Geheimnis: Regelmäßige Weiterbildung in den richtigen Bereichen hält den Marktwert nicht nur stabil, sondern kann ihn auch steigern. Jeder sollte sich daher fragen, welche Ziele auf dem persönlichen Karriereweg erreicht werden sollen und an welchen Punkten mehr Know-How notwendig ist. Mit passenden Zertifikaten und Abschlüssen in der Tasche gelingt sowohl der interne Aufstieg als auch der Wechsel in andere Unternehmen leichter.