Ich bin sehr akademisch erzogen worden, habe mehrere Instrumente spielen müssen und sollte Bestleistungen im Sport und Schule bringen. Meine Eltern waren oft sehr sparsam, obwohl ich in keinen schlechten Verhältnissen aufgewachsen bin; und dieses ständige »Nein« zu allem zu hören, hat sich bei mir zu einem richtigen Hass entwickelt. Ich habe mir selbst beibringen müssen, wie ich doch ein »Ja« zu Dingen bekomme, die ich unbedingt haben wollte, wie das teuerste Gericht im Restaurant, das zweite Getränk oder im Alter von elf Jahren das erste Handy, weil alle Klassenkameraden eins hatten.
Im Alter von elf bis 14 Jahren habe ich dann mein erstes Business gestartet: Ich habe mit meiner Trompete auf den Straßen Musik gemacht. Ich habe das an jedem Wochenende durchgezogen und konnte meine ersten, sehr guten Verdienste generieren.
Ich war es gewohnt, zu machen, zu gewinnen und Geld zu verdienen. Und ich war sehr selbstbewusst und wusste, dass ich es auch mit einem Social-Media-Online-Business schaffen werde. Statt als User durch die Kanäle zu scrollen, habe ich begonnen, mich schlau zu machen, bin »all in« gegangen und hab alles andere dafür aufgegeben.
Uns wird von klein auf eingetrichtert, es gebe nur einen Weg, Selbstständigkeit sei schwierig und risikoreich und man würde sowieso scheitern – und das nur, weil ein Familienmitglied oder Freund jemanden kennt, der mal gescheitert ist. Außerdem seien ja alle reichen Leute Verbrecher. Wie realistisch ist es dann, dass du von deinem Umfeld beim Aufbau deines Online-Business unterstützt wirst? Wie realistisch ist es, Hilfe von Leuten zu bekommen, die gar nicht wissen, dass man online Geld verdienen kann und die denken, das geht nur mit traditionellen Jobs wie Arzt oder Anwalt? Es wirkt immer alles sehr unrealistisch und Zahlen belegen das ja auch: Die wenigsten schaffen es, online erfolgreich zu werden und auch zu bleiben. Und genau deshalb sollte man anfangen, unrealistisch zu denken, weil eine Sache am Ende des Tages nur funktioniert, wenn man intrinsisch daran glaubt und Gas gibt. Am Ende des Tages müssen die richtigen Faktoren reinspielen und dann ist alles realistisch. Warum sollte man also von vornherein nicht an sich glauben und sich seinen Traum selbst kaputt machen? Am Ende des Lebens liegt man da und wünscht sich, man hätte mehr unrealistische Dinge gemacht, mehr erlebt und mehr erreicht.
Die richtige Strategie ist wichtig, der richtige Mentor, der einem auf dem Weg hilft, das richtige Mindset und die richtigen Glaubenssätze. Man muss ein bis zwei Jahre lang ausnahmslos jeden Tag mehr als zwei Stunden konstant in das Projekt investieren. Man muss auch als Mensch in jedem Lebensbereich wachsen. Dann braucht es nicht mehr, als diese ein bis zwei Jahre.
Attention Economy ist eigentlich nicht an irgendwelchen Trends gebunden. Die Gesellschaft wird einfach durch äußere Einflüsse immer dümmer und hat eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne. Man sollte sich als Anfänger für ein Business-Modell entscheiden, das nachhaltig funktioniert und einen Skill erfordert, den man erlernt, den einem niemand einfach wegnehmen und mit dem man nachhaltig Geld verdienen kann.
Ich habe zwei Beratungs-Agenturen, eine im Bereich »Recht und Fulfillment« und eine im Bereich »Skalierung durch Marketing und Vertrieb«. Zudem habe ich ein Coaching Business. Ich möchte in Zukunft Brands im E-Commerce Bereich aufbauen, Private Equity mit Dienstleistungsbusiness machen und in den Auto- und Uhrenhandel gehen. Und bis ich 23 Jahre alt werde, möchte ich meine erste Firma für über 100.000.000 Euro verkauft haben.
MK