Die Kontoführung über Apps wird immer beliebter. Im Gegensatz zum klassischen Online-Banking kann das Banking mit einer App immer und überall stattfinden und ist damit die flexibelste und bequemste Form, Bankgeschäfte zu erledigen. Dennoch halten viele die Kontoführung per Smartphone für unsicher, denn das Smartphone könnte verloren gehen oder gestohlen werden. Ob diese Sorge berechtigt ist, wie die Kontoführung per Smartphone funktioniert und welche Möglichkeiten das mobile Banking bietet, erklärt der folgende Beitrag.
Beim Chip-TAN-Verfahren wird ein externes Kartenlesegerät benötigt, in das die Girokarte eingeschoben und die PIN-Nummer eingegeben wird. Ein Kartenlesegerät für das mobile Banking mit sich zu führen, kann allerdings umständlich sein. Beim Foto-TAN- Verfahren wird mit dem Lesegerät eine Grafik entschlüsselt, die als TAN agiert und auf das Handy geschickt wird. Der Nachteil dieser Variante ist, dass es zumindest theoretisch möglich ist, sich eine solche Grafik auf ein gestohlenes Smartphone schicken zu lassen und diese dann mit einem gehackten Lesegerät zu scannen.
Noch in der Erprobung befindet sich die Freigabe per Fingerabdruck und ist deshalb nicht zu empfehlen. Ebenfalls unsicher ist das ursprüngliche TAN-Verfahren, bei denen der Kunde Papierlisten mit TAN-Codes zugeschickt bekommt, von denen beim Banking ein zufälliger eingegeben werden muss. Daneben gibt es die äußerst praktischen m-TAN und push-TAN Verfahren, bei denen die TAN bequem per SMS auf das Smartphone gesendet wird. Sollte das Smartphone wirklich einmal gestohlen werden, ist das Konto so für den Dieb problemlos zugänglich.
Allerdings ist beim Banking per App neben dem Einsehen des Kontostandes und der Kontoauszüge nur das Tätigen von Überweisungen möglich. Diese können innerhalb von 14 Tagen wieder rückgängig gemacht werden, falls das Smartphone tatsächlich einmal gestohlen werden sollte. Außerdem bietet das moderne Chip-TAN-Verfahren alle möglichen Sicherheiten und ist daher eine gute Alternative für die Personen, die Angst vor dem Verlust des Smartphones haben.
Einige Vorteile liegen auf der Hand. Überweisungen können sofort und von überall aus getätigt werden. Das Einsehen des Kontostandes und der Kontoauszüge ist auch im Urlaub aus dem Ausland jederzeit möglich. Der lästige Gang zur Bank, nur um eine Überweisung abzugeben, erübrigt sich. Gerade Unternehmern und Selbstständigen wird das Leben dadurch bedeutend vereinfacht. Konten, auf denen viele Geldeingänge und -ausgänge stattfinden, können so mit minimalem Zeitaufwand betrieben werden.
Es gibt aber auch andere Vorteile. Mittlerweile bieten einige Banken reine Smartphone-Konten an. Dadurch, dass die Kontoführung hier nur per Smartphone und/oder online erfolgt, sparen die Anbieter reichlich Kosten für Mitarbeiter. Entsprechend sind solche Konten, zum Beispiel bei N26, Bankomo und O2 Banking, frei von Kontoführungsgebühren und es können sehr günstige Überziehungskredite erhalten werden. Außerdem bieten einige Anbieter Boni bei der Eröffnung eines solchen Kontos. Diese sind unabhängig von den monatlichen Geldeingängen und -ausgängen.
Ansonsten funktionieren diese Smartphone-Konten wie alle anderen Konten auch. Bei der Eröffnung wird dem Kunden eine Girokarte und auf Wunsch auch eine Kreditkarte zugesendet, mit der an jedem Automaten Geld abgehoben werden kann. Einige Unternehmen bieten bei Smartphone-Konten einen weiteren Vorteil. Sie übernehmen die Gebühren für die Bargeldabhebung an Bankautomaten, da sie selbst keine eigenen Bankautomaten betreiben. Ein Anbietervergleich zwischen N26, Bankomo, O2 Banking, 1822Mobile und YOMO lohnt sich hier, da jeder unterschiedlich viel Wert auf die angebotenen Services legt.
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