Aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Menschen ihr Geld in digitale Währungen investieren, beginnen sich auch Betrüger damit zu beschäftigen, wie den gutgläubigen Anlegern das Geld aus der Tasche gezogen werden kann. Die Maschen, die hier verfolgt werden, sind oftmals derart raffiniert, sodass man selbst mit geschultem Auge zweimal hinsehen muss, um nicht in die Falle zu tappen.
Teilweise war es auch so – aber nicht beim Bitcoin. Bislang gab es nur ein Schneeballsystem – und das war die digitale Währung Bitconnect. Das Versprechen? Mit einem Trading Bot werden Bitcoins verliehen und so pro Tag Gewinne zwischen 1 Prozent und 4 Prozent verbucht. Um an diesem Erfolg teilhaben zu können, musste man ein sogenanntes Utility-Token erschaffen, das die Abkürzung BCC trug. Es gab keine Funktion – hier wurde nur Geld eingesammelt. Das gesammelte Geld wurde dann gemäß der Logik des Schneeballsystems umverteilt. Letztlich betrug der Schaden um die 1 Milliarde US Dollar.
Heutzutage werden E-Mails von Betrügern gesendet, die tatsächlich an legitime Anbieter erinnern. Das heißt, hier ist besondere Vorsicht geboten. Man muss hier nicht nur auf das Logo wie Branding achten, sondern auch berücksichtigen, ob es eine Änderung der Kommunikation gegeben hat. Oftmals sind es die schlechte Rechtschreibung wie fehlerhafte Grammatik, die bereits Hinweise sein können, dass hier Betrüger am Werk sind. Vor allem geht es auch um die Frage, ob man überhaupt schon einmal Kontakt mit einer derartigen Plattform gehabt hat, über die nun eine Kommunikation per E-Mail aufgebaut werden soll.
In den E-Mails finden sich in der Regel Versprechen vom großen Geld. Das heißt, mit entsprechenden Investitionen kann sodann ein attraktiver Gewinn erzielt werden. Das stimmt natürlich nicht. Ist man unsicher, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt oder nicht, so kann man im World Wide Web nach entsprechenden Erfahrungsberichten suchen. Handelt es sich um eine betrügerische Masche, so wird man relativ schnell auf entsprechende Warnhinweise stoßen.
Mit Iotaseed.io wurde eine betrügerische Webseite ins Leben gerufen, um hier vor allem Menschen für sich zu gewinnen, die sich für IOTA interessieren. Heute gibt es diese Homepage zwar nicht mehr, jedoch heißt das nicht, dass die hinter diesen Seiten befindlichen Betrüger nicht noch aktiv sind. Wer also mit IOTA arbeitet und entsprechende E-Mails bekommt, der sollte besonders vorsichtig sein.
Wer auf vielversprechende Prognosen stößt, der sollte diese mit Vorsicht genießen – denn oftmals sind es nur Personen, die letztlich Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen. Um das Licht auf sich zu lenken, ist es oft notwendig, ein paar überspitzte Formulierungen zu treffen oder mit waghalsigen Prognosen überzeugen zu wollen.
Bilder: Depositphotos.com/Ivantsov, REDPIXEL