Man sollte meinen, Führungskräfte würden rein faktenbasiert und damit objektiv entscheiden. Doch in der Realität trifft das bei Weitem nicht auf alle zu. Zwar spielen Daten und Zahlen, aus denen sich Entwicklungen ableiten lassen, eine wichtige Rolle bei Prozessen und Entscheidungen. Viele vertrauen aber auch ihrer Intuition bzw. ihrem Bauchgefühl – und einige konsultieren darüber hinaus spirituelle Lebensberater, Hellseher und Wahrsager.
Das Übernatürliche hat die Menschen schon immer fasziniert. Und auch vermeintlich ausschließlich rational denkende Menschen wie Manager, Politiker und andere Führungskräfte sind da in vielen Fällen keine Ausnahme.
Wichtig zu wissen ist: Esoterische Berater stützen ihre Aussagen, Ratschläge und Prognosen zwar auf Karten, Pendel, Orakel und die Gestirne, sie geben aber bloß Denkanstöße. Konkrete Handlungsempfehlungen und „Action Plans“ hingegen formulieren sie nicht. Was der Klient mit der ihm dargestellten, vage umschriebenen Situation anfängt, und ob er bestimmte Schritte einleitet, bleibt ihm überlassen.
Letztendlich geht es bei einer solchen Beratung darum, Möglichkeiten und etwaige Entwicklungen aufzuzeigen – Schlüsse aus dem Gesagten aber kann einzig der Fragende ziehen. Die Ergebnisse des Orakels sollten keinen größeren, aber auch keinen geringen Stellenwert einnehmen als die Ratschläge von anderen Beratern auch, seien es Psychologen oder Anwälte. Oder um es mit den Worten von Banzhaf zu sagen: „Tarot ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.“