Speziell die Bereitschaft, immer wieder ein (kalkuliertes) Risiko einzugehen, haben Profisportler, Geschäftsleute und Glücksspieler gemeinsam.
Daten auf dem Statistik-Portal de.statista.com geben einen Aufschluss über die Risikobereitschaft der Deutschen in den letzten Jahren: Die Umfrageteilnehmer wurden zur Bedeutung von Risikobereitschaft gefragt. Durchschnittlich gaben mehr als 9 Millionen Bundesbürger (ab 14 Jahren) an, sie legen auf Risikobereitschaft großen Wert. Betrachtet man parallel eine
Statista-Infografik zu den Motiven der Deutschen, Glücksspiele zu spielen, lässt sich etwas Interessantes beobachten: Zwar liegt der Geldgewinn mit rund 70 % seit Jahren an erster Stelle, doch auch Motive wie die Aufregung (zweiter Platz mit 30 bis 32 %), Geselligkeit und Ablenkung wurden häufig genannt. Eben jene Aufregung geht Hand in Hand mit der Risikobereitschaft. Glücksspieler suchen – wie Leistungssportler – den Kick und Adrenalinstoß. Sie fühlen sich von Herausforderungen dazu angespornt, ihr Bestes zu geben und ihr Glück immer wieder zu versuchen, bis sie erfolgreich sind. Ist ein Erfolg wie ein Gewinn einmal eingetreten, wirkt sich dies auf die Biochemie des Gehirns aus und kann dank Hormonen wie Testosteron einen Gewinn-Effekt auslösen. Die Gewinner werden aggressiver, fokussierter, selbstbewusster und furchtloser und gehen weitere Risiken ein. Ihre veränderte Einstellung mag ihrerseits zu weiteren Gewinnen führen.