Aktien wirken sich auf die Wirtschaft in dreierlei Hinsicht kritisch aus. Erstens ermöglichen sie es Einzelinvestoren, einen Teil eines erfolgreichen Unternehmens zu besitzen. Ohne Aktien könnten nur große Private Equity-Investoren von der freien Marktwirtschaft Amerikas profitieren.
Drittens bewerten Aktien, für wie wertvoll Investoren das Unternehmen halten. Wenn die Aktienkurse steigen, bedeutet das, dass die Anleger glauben, dass sich die Erträge verbessern werden. Aufgrund sinkender Aktienkurse haben die Anleger das Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens verloren, seine Gewinnmargen zu erhöhen.
In der Expansionsphase des Konjunkturzyklus steigen die Aktienkurse. Die drei wichtigsten Indizes sind der
, der S&P 500 und der NASDAQ.
Da die Börse ein Vertrauensbeweis ist, kann ein Crash das Wirtschaftswachstum zerstören. Niedrigere Aktienkurse bedeuten weniger Vermögen für Unternehmen, Pensionskassen und Privatanleger. Unternehmen können nicht so viel Geld für die Expansion aufbringen. Wenn die Werte der Pensionskassen sinken, reduziert dies die Konsumausgaben. Ein Börsencrash wird sich negativ auf das Bruttoinlandsprodukt des Landes auswirken, da der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen einige der Hauptkomponenten des BIP sind.
Wenn die Aktienkurse lange genug unter Druck bleiben, können neue Unternehmen keine Mittel für das Wachstum erhalten. Unternehmen, die ihr Geld in Aktien investiert haben, werden nicht genug haben, um Mitarbeiter zu bezahlen oder Pensionspläne zu finanzieren. Ältere Arbeitnehmer werden feststellen, dass sie nicht genug Geld haben, um in den Ruhestand zu gehen.
Ein Börsencrash deutet auf einen plötzlichen und schweren Vertrauensverlust hin. Eine Wirtschaftskrise verursacht sie typischerweise. So verlor der Dow beispielsweise 700 Punkte durch den Markteinbruch von 2008. Der Vertrauensverlust führte zur Großen Rezession. In einer solchen Situation kann ein Börsencrash eine Rezession auslösen.
Trotz seiner kritischen Rolle in der Wirtschaft ist der Aktienmarkt nicht dasselbe wie die Wirtschaft. Der Aktienmarkt wird von den Emotionen der Anleger getrieben. Sie können irrationale Ausgelassenheit zeigen. Sie tritt während einer Vermögensblase und dem Höhepunkt des Konjunkturzyklus auf. Sie werden zu optimistisch, obwohl es keine harten Daten gibt, die sie stützen könnten. Die Spitze tritt kurz vor einem Crash auf.
Investoren verwechselten in den 1920er-Jahren den Aktienmarkt und die Wirtschaft. Sie wussten nicht, dass eine Rezession im August 1929 begonnen hatte. Sie trieben die Aktien bis zum Marktcrash 1929 weiter in die Höhe. Viele andere Faktoren haben die Weltwirtschaftskrise verursacht. Die Depression endete 1939. Aber erst in den 1950er Jahren erholte sich die Börse nachhaltig.
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