Wir sind jetzt seit zehn Jahren im Markt aktiv. Der Grundstein wurde damals mit der HK Solartec gelegt. Nach wenigen Jahren haben wir über eine Million Quadratmeter Dachfläche von Asbest befreit und mit Solarmodulen bestückt. In dieser Anfangsgeschichte steckt auch der Unterschied zu der Solarworld Story. Unser Ansatz war immer ein nachhaltiger – auch hinsichtlich Wachstum. Jeder Unternehmenszweig bildet dabei ein Kundenproblem ab. Von einer eigenen Wartungsfirma, über ein Tiefbauunternehmen bis hin zu einer eigenen Handelsgesellschaft für PV-Komponenten. Mit der Gründung der JES.AG bieten wir mittlerweile auch Lösungen für Einfamilienhäuser an und können als Stromversorger unseren eigenen Grünstrom anbieten. Beim Aufbau dieser Strukturen war es immer unser Anspruch – und das unterscheidet uns ganz klar von Solarworld, finanziell robust zu wachsen und uns eben nicht auf die Fördergelder zu verlassen. Dementsprechend sind es keine haltlosen Aussagen. Nach zehn Jahren Bootstrapping sind wir breit aufgestellt und können optimistisch in die Zukunft blicken. Schließlich geht es jetzt darum, das Unternehmen weiter zu skalieren.
Die Installation von PV-Anlagen, sowohl im Gewerbe- als auch im Privatbereich, macht etwa 90 Prozent unseres Umsatzes aus. Die zugrundeliegende Wertschöpfungskette, die wir über die Zeit aufgebaut haben und die entsprechende Erfahrung aus über 10 Jahren machen dies erst möglich. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen aus der Branche haben wir ein starkes Fundament aufgebaut, das sich über ein Jahrzehnt bewährt hat. Darauf können wir aufbauen und unser Geschäft stetig und nachhaltig skalieren.
Sowohl als auch. Natürlich ist eine klimafreundliche Politik für uns von großem Vorteil. So konnte man sich in Deutschland auf ambitionierte Ziele einigen und die Energiewende zur energiepolitischen Priorität erklären. Das größte Problem ist aber nach wie vor, dass man sich weiterhin selbst im Wege steht. Wenn wir die Energiewende tatsächlich schnell in die Tat umsetzen wollen, müssen Bürokratie abgebaut sowie Prozesse simplifiziert und Normen vereinheitlicht werden. Ich sehe hier die große Aufgabe der Politik vor allem darin, die Steine aus dem Weg zu räumen und nicht stetig an Anreizen und Subventionen zu tüfteln, deren Implementierung und Umsetzung wiederum sehr viel wertvolle Zeit und Ressourcen kosten. Wichtig für die Branche wären daher ein effizienter Bürokratieabbau und eine Verschlankung der Prozesse – gerade bei Meldungs- und Anschlussverfahren.
Die Nachfrage nach Solaranlagen wird auf absehbare Zeit ähnlich hoch bleiben, weshalb wir weiterhin daran arbeiten, unsere Schlagzahl zu erhöhen. Wir errichten aktuell an unserem Standort in Broderstorf bei Rostock eine zweite Lagerhalle, bauen unsere Logistik weiter aus und sind weiterhin auf der Suche nach Arbeitskräften. Kurzum, wir wollen weiter wachsen und die Energiewende in Deutschland weiter vorantreiben.
Foto: Jes AG