Der Reiz ist groß, denn der private eigene Blog, die Homepage eines Selbstständigen oder Freischaffenden dient nicht nur als zeitgemäße virtuelle Daseins- und Kommunikationsplattform neben Social Media & Co. Die eigene Website avanciert zunehmend zur Basis des Lebensunterhaltes: Affiliate-Marketing, Self-Publishing, Onlineshops sind nur einige der Wege.
WordPress war Anfang der 00er Jahre ursprünglich als freie Software für Weblogs entwickelt worden. Über das inzwischen zum kompletten Content-Management-System (CMS) ausgewachsene Open-Source-Projekt mit zahllosen Plugins werden mittlerweile ein Drittel aller Websites betrieben. Selbst Homepages globaler Multikonzerne bedienen sich des unkomplizierten Systems. Dazu sind keine Programmierkenntnisse notwendig, kein Wissen um HTML-Codes, Webdesign und so fort. Die eigenen Inhalte füllen vorgefertigte Einzelbausteine, die sich nahezu beliebig auswählen, verknüpfen und anordnen lassen.
WordPress existiert gewissermaßen in zwei unterschiedlich großen Selbstbedienungsläden. Der eine, über eine Registrierung bei WordPress.com direkt zugänglich, ist der kleine Laden um die Ecke, bei dem fußläufig alles Nötige des täglichen Bedarfs erhältlich ist. Sortiment und Auswahl sind sehr übersichtlich und der Einkauf ist schnell erledigt.
Das WordPress.org-Warenhaus dagegen wartet in seinem großen Baukastensystem auf mit Modellen und Funktionen für jeden Zweck und Geschmack, einer Fülle von Neuigkeiten, Spezialitäten und Frischware. Teils kostenlos, teils gegen Obolus. Hierfür braucht es allerdings zuerst einen Gastgeber (Webhoster), dessen Installationsdienst Einlass gewährt – sofern der Website-Bastler sich dies selbst nicht zutraut.
Der Betreiber ist der US-Webhoster Automattic, der hier die aktuellste WordPress-Software einbettet und seine Server zur Verfügung stellt. Im kostenlosen Paket enthalten sind eine Subdomain (NameIhrerWahl.WordPress.com) und ein überschaubarer Webspace. Nur eine Kontoeröffnung, und schon kann der Blog, die Webseite an den Start gehen.
Eine kleine Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten rundet das Gratisangebot ab. Weitere Optionen bieten preiswerte Upgrades in mehreren Stufen oder ein begrenzter Fundus kostenpflichtiger Bausteine. Für den privaten Einstieg in die Welt des selbstbestimmten Webseitenbesitzers bietet dies eine gute Chance, die beliebte Software zunächst kennenzulernen und in Themes (Layout-Vorlagen), Designs, Widgets & Co. hineinzuschnuppern.
Zur Installation der CMS-Software sind ein paar Voraussetzungen zu erfüllen, denn Domain, Webserver, MySQL-Datenbank und PHP-Unterstützung müssen bereitstehen. Dafür lässt sich am einfachsten auf die Services eines hiesigen Webhosters zurückgreifen. Ein entsprechendes Webhosting-Paket des Providers übernimmt die WordPress-Installation und bietet Domains an, so dass der Name der Website, die URL, möglichst prägnant und professionell daherkommt.
Versiertere gehen lieber sicher, schließen mögliche Probleme bei automatischen Updates aus, und installieren manuell beim gewählten Hosting-Anbieter. Anleitungen und Tipps hierzu gibt es im Netz zuhauf.
Sodann kann das Gestalten, Füllen, Aktualisieren und Warten der eigenen Webseite sehr schnell zum erfüllenden neuen Hobby werden, bei dem Kreativität und Entdeckerfreude auf ihre Kosten kommen. Eine riesige Welt aus Styles, Themes, Widgets, Plugins und Konsorten tut sich auf – vieles davon gratis.
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