Sieben Jahrzehnte auf der Bühne, unzählige Hits und noch immer volle Hallen: Heino gehört zu den prägendsten Figuren der deutschen Musikgeschichte. Dabei ist sein Erfolg längst nicht nur eine Frage der Vergangenheit. Gemeinsam mit seinem Manager Helmut Werner hat er sein Repertoire immer wieder erweitert, neue Generationen erreicht und sich musikalisch auf Veränderungen eingelassen. Im Gespräch erzählen die beiden, was hinter dieser außergewöhnlichen Karriere steckt und weshalb Erfolg für sie mehr bedeutet als Geld und Ruhm.
Heino, was hat Sie damals angetrieben, als Sie auf der großen Bühne gestartet sind? War es damals schon Ihr Ehrgeiz, ganz nach oben zu kommen?
Heino: Im Grunde bin ich kein ehrgeiziger Mensch. Ich war jedoch immer der Meinung: Wenn ich Musik mache – und das war schon immer mein Wunsch –, dann möchte ich damit auch Erfolg haben. Mit meinem ersten Lied, »Jenseits des Tales«, gelang mir das auf Anhieb.
Hat Ihr damaliger Produzent schon geahnt, dass daraus ein großer Erfolg werden könnte?
Heino: Er hat sich vorgestellt, dass wir damit Erfolg haben würden und das war auch unsere Absicht.
Helmut Werner: Ich glaube, dass man für nachhaltigen Erfolg eine Nische finden muss. Genau das ist Heino damals gelungen. Während die Beatles ihren Höhepunkt erlebten, galten deutsche Volkslieder als angestaubt. Heino gab ihnen durch moderne Arrangements und seine unverwechselbare Art eine ganz eigene Note.
Diese Vielseitigkeit zeichnet ihn bis heute aus. Er kann sich in unterschiedlichsten Genres bewegen und bleibt dabei immer authentisch. Das hat er unter anderem 2013 mit dem Album »Mit freundlichen Grüßen« bewiesen, das ein großer Erfolg wurde.
Heino ist mit seinen 87 Jahren, der älteste, lebende Sänger weltweit, der zu Lebzeiten für ein aktuelles Album Dreifach-Gold erhalten hat. Dass zeigt seine außergewöhnliche Stellung. Auch für sein Kirchenmusik Album gab es in diesem Jahr wieder einmal Gold. Für mich ist Heino deshalb ein Ausnahmekünstler – ein Jahrhundertkünstler, über den man auch in 20 oder 30 Jahren noch sprechen wird.
Das gesamte Interview »Ich muss nicht der Beliebteste sein, ich will der Beste sein« und weitere spannende Artikel finden Sie in der aktuellen ERFOLG Magazin Ausgabe 06/2026 -> Link